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Zu Fuß und auf dem Wasser – Aktiv im Sauerland unterwegs

Meine Bloggerkollegin Jessi und ich waren im August ein Wochenende aktiv im Sauerland unterwegs.

Unser Trip startet direkt mit einem spannenden Date. Vier Jungs erwarten uns bereits, als wir am vereinbarten Treffpunkt in Brilon ankommen: Pedro, Santiago, Pablo und Renaldo schauen uns neugierig an.  „Awww, da sind sie! Sind die süß ?!“  Ich hechte aus dem Auto und bin sofort von unseren Begleitern angetan.

Wir gehen wandern und die vier Jungs, das sind vier Lamas, die uns heute begleiten werden.

Lamawandern im Sauerland

Ich bin volle Vorfreude, da ich Lamas irgendwie total süß und amüsant finde. Zudem bin ich neugierig, was es alles über die südamerikanischen Lastentiere zu erfahren gibt. Bei unserer Ankunft möchte ich am liebsten direkt zu den Lamas gehen und sie begrüßen. Ich bleibe aber erst einmal in sicherer Entfernung. Schließlich habe ich gehört, dass die Tiere gerne auch mal Menschen anspucken und sogar treten. Auch unsere Wegbegleiter beäugen uns noch skeptisch.

Die Lamas tragen sogar unsere Rücksäcke

Ursula Oriwall, der Besitzerin der Lamas, stellen wir daher natürlich sehr schnell die Frage nach dem Spucken. Sie schmunzelt und versichert uns, dass sich die Lamas meist nun untereinander anspucken. Fühlen sie sich allerdings vom Menschen bedroht oder in die Ecke getrieben, spucken sie wohl auch schon mal einen Menschen an. Dies passiert allerdings recht selten. Außerdem mögen sie es gar nicht am Kopf berührt zu werden. An Hals und Rücken können wir sie aber bedenkenlos streicheln.

Wie auch beim Menschen, geht „Liebe“ bekanntlich ja durch den Magen und so versuchen auch wir, mit etwas trockenem Brot, das Vertrauen der Lamas zu gewinnen. Hehe und das klappt ganz gut.

Jessi und ich entscheiden uns intuitiv für Pedro, den Größten der Truppe und dann geht es endlich los! Noch bin ich etwas skeptisch Pedro gegenüber und es scheint, als wenn auch er immer noch skeptisch uns gegenüber ist. Doch bereits nach kurzer Zeit wird der Abstand zwischen uns immer geringer und ich spüre sogar seinen Atem an meiner Wange. Je länger wir unterwegs sind, desto vertrauter fühlt sich der Umgang mit Pedro an.

 

Während der Wanderung erzählt uns Frau Oriwall viel Interessantes über die Lamas. Zum Beispiel flüchten sie immer nach oben. Diese Erfahrung machen wir dann auch selbst, als sich das jüngste  Lama unserer Gruppe erschreckt und die Waldböschung hinauf rennen möchte. Außerdem essen sie gerne alles was so im Wald wächst. Blätter, Äste und Gras. Unserer Wanderung bietet also quasi den reinsten kulinarischen Genuss für unsere tierischen Begleiter. Als wir kurz stehen bleiben verspürt wohl auch Pedro Appetit. Er zieht Richtung Böschung,  zerrt uns mit und beißt genüsslich ins grüne Gras. Tja, selbst Schuld, da haben wir wohl nicht aufgepasst 😀

Und dann ist da noch die Pinkelpause. Die kann beim Lama nämlich schon mal etwas länger dauern. Genauer gesagt gerne schon mal bis zu 10 Minuten und wenn ein Lama anfängt, müssen die anderen meist auch immer. Gruppenzwang quasi 🙂  Daher gehen wir auch schnell weiter, als sich eins der Lamas dann mal erleichtern muss.

Übrigens kommunizieren Lamas durch summen miteinander. Pedro fängt während unserer Rast an zu summen und die anderen Lamas scheinen ihm zu antworten. Hört sich echt witzig an!

 

Die ganze Wanderung macht einfach einen riesen Spaß! Wir lachen viel, machen eine Vielzahl an Fotos  und erfahren eine Menge über die Lamas. Frau Oriwall erzählt voller Leidenschaft über ihre kleine Herde, da fällt das Zuhören wirklich leicht!

Wollt ihr auch mal Lamawandern? Dann schaut mal bei Lama-Trek vorbei.

Frische Luft macht hungrig – Abendessen in der Almer Schlossmühle

So viel frische Luft macht hungrig! Zum Abendessen ist ein Tisch in der Almer Schlossmühle reserviert. Die alte Mühle wurde zu einem tollen Restaurant umgebaut. Neben einem sehr aufmerksamen und freundlichen Service überzeugt uns das sehr, sehr leckere Essen.

 

Jessi und ich essen á la Carte.  Bei meinem nächsten Besuch möchte ich auf jeden Fall das Überraschungsmenü probieren. Heute war mir dies allerdings zu viel. Absolut empfehlenswert ist die gemischte Nachspeisenplatte. Soooo lecker!

Mit dem Borad auf dem Möhnesee unterwegs

Der Sonntagmorgen beginnt erneut sportlich. Wir sind mit Björn von Wild-Boards zu einer Stand-Up Paddling (SUP) Tour auf dem Möhnesee verabredet.

Zunächst heisst es aber rein in die Wurstpelle, aka Neoprenanzug. Die Anzüge sind beim Regen leider etwas nass geworden und es fröstelt mich, als ich in den kalten Anzug steige. Brrr….ist das fies! Also schnell in die Sonne, die mich und Jessi angenehm wärmt.

Björn erklärt uns kurz und verständlich die nötigen Paddelschläge, die richtige Haltung und den optimalen Stand auf dem Board. Obwohl ich nicht zum ersten Mal auf einem SUP-Board stehe, dauert es trotzdem eine ganze Zeit, bis ich mein Gleichgewicht finde und auch das paddeln wieder funktioniert.

Das klappt doch noch ganz gut!

Nach einigen Übungsrunden in Ufernähe starten wir unsere Tour über den See. Es ist herrlich so über das Wasser zu gleiten, die Sonne im Gesicht und den leichten Wind in den Haaren zu  spüren. Unterwegs frischt der Wind auf und als ich unter der Brücke hindurch fahren will, bringt eine Welle mein Board ins Wanken. Ich verliere mein Gleichgewicht – Platsch! Ich liege im Wasser! Ist ja gar nicht so kalt wie gedacht. Schnell wieder rauf aufs Brett und weiter geht´s.

Wir paddeln zu einer kleinen Bucht und Björn ermuntert uns das Board etwas auszutesten. Wir sollen mal eine Standwaage oder Liegestütze ausprobieren. Ich bin eh schon nass, also mache ich mit. Es bedarf echt einiges an Körperspannung um das Board im Gleichgewicht zu behalten. Einmal nicht aufgepasst, liegt man ganz schnell im Wasser. Habe ich natürlich extra für Euch getestet 🙂

Reinfallen gehört eben auch dazu!

Eine tolle SUP Tour war das!

Nach der knapp zweistündigen Tour setzen wir uns auf den Steg  in die Sonne und naschen ein paar Kekse. Erst da bemerke ich, wie hungrig ich eigentlich bin. Bewegung, Wasser und frische Luft machen einfach Appetit. Zum Glück haben wir eine ganz tolle Restaurantempfehlung erhalten: Im Torhaus Möhnesee machen wir es uns im wunderschön angelegten Garten gemütlich und lassen uns ein leckeres Schnitzel mit Pommes schmecken. Was geht es uns gut!

Nach dem Essen sind Jessi und ich zwar etwas träge, aber das letzte Highlight möchten wir uns nicht entgehen lassen. Wir wollen unbedingt noch auf den Möhnesee-Turm und die tolle Aussicht von dort genießen.

Der Möhnesee Turm

Allerdings machen wir es uns einfach und parken in unmittelbarer Nähe zum Turm. Vom Parkplatz geht man nämlich durch den Wald keine 20 Minuten bis zum Möhnesee-Turm. Sieben Etagen gilt es zu erklimmen. Von der Aussichtsplattform in 38m Höhe hat man einen gigantischen Blick über den Möhnesee und die angrenzenden Wälder. Der Aufstieg hat sich mehr als gelohnt!

 

Nach dem Abstieg schlendern wir gemütlich zum Auto zurück. Ich fühle mich angenehm entspannt und zufrieden. So ein Wochenende aktiv an der frischen Luft unterwegs zu sein, ist einfach immer wieder toll. Nicht weit von Köln hat das Sauerland sehr viel an Outdooraction zu bieten. Da komme ich bestimmt bald wieder!

Jessi hat ebenfalls über unsere Lamawanderung und die SUP-Tour am Möhnesee geschrieben. Schaut mal bei Ihr vorbei, es lohnt sich!

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Vielen Dank an Sauerland Tourismus für die Einladung zu diesem Wochenende. Die dargestellte Meinung bleibt natürlich meine eigene.

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