Südafrika
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Entlang der Garden Route …

… Meer, Berge und ganz viel Grün.

Nachdem wir von Johannesburg weiter nach Port Elisabeth geflogen sind, machten wir uns auf den Weg nach Tsitsikama – wo uns ununterbrochener Regen mit Wind und kalten 14 Grad erwarteten. Bei dem ungemütlichen Wetter stand die Treetop-Canopy Tour auf dem Programm. D.h. an zwischen Baumwipfeln gespannten Drahtseilen von Baum zu Baum gleiten. Aber auch hier galt das Motto, es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung. Also rein in die Absturzsicherung, Helm und Handschuhe an und schon ging es los. Mir war ja schon was mulmig vor dem
ersten Slide .. da der aber recht kurz war und (noch) nicht so hoch, waren wir sehr schnell bei der zweiten Plattform angelangt. Diese war auch bereits deutlich höher. Der längste Slide bei dieser Tour waren knappe 100m und der höchste Punkt lag bei ca. 40m. Bei dem 100m Slide sah man das Ende gar nicht und da das Bremsen aufgrund des Regens sehr schwierig war, rasselte ich voll in die Notbremse rein. Puhh.. Ich hab nur die Augen zu gemacht und dachte, jetzt knallst du gegen den Baum. Aber zum Glück hab mir nur ein wenig das Knie gestoßen. Nach zehn Slides waren wir zwar pitsch nass, aber glücklich. Da ich mich in der Höhe ja nun wirklich nicht wohl fühle, hab ich mir innerlich doch mal fest auf die Schulter geklopft, dass ich das mitgemacht habe 🙂

Der kommende Tag stand wieder in Zeichen der Tiere. Morgens besuchten wir eine “Katzen”- Sanctury. Hier werden Leoparden, Geparden und weitere Katzenarten aufgezogen, um dem Besucher näher zu bringen, wie gefährdet einige dieser Tiere in der Wildnis sind.
Bevor wir das Gehege der Geparden betraten, wurden wir darauf hingewiesen, dass wir uns nur in der Gruppe bewegen dürften. Zusätzlich wurde uns davon abgeraten in die Hocke zu gehen und den Geparden den Rücken zuzudrehen, da sie uns sonst als Beute gesehen und angegriffen hätten. Wir rechneten alle damit, die Geparden nur aus angemessener Entfernung sehen zu können. Aber da hatten wir uns getäuscht. Wir gingen quasi weniger als 1m heran und konnten tolle Aufnahmen machen. Das Zwillingspärchen Geparden lag ganz entspannt und schnurrend vor uns – wirklich toll! Obwohl mir zwischendurch schon anders wurde, als ein Gepard aufhörte zu schnurren und die Ohren spitzte und seine Muskeln sich anspannten…
Den Leoparden konnten wir dann aber nur durch. Den Zaun des Geheges bestaunen, da er zu gefährlich ist. Selbst durch die Handaufzucht bleibt er nicht zahm.
Da sich die Südafrikaner gegen alle Eventualitäten absichern, muss man hier vor jeder Safari oder einer anderen Aktivität einen Haftungsausschluss unterschreiben. Was der ganzen Sache natürlich auch wieder mehr Dramatik und Spannung verleiht 🙂

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Im Anschluss daran besuchten wir ein Elefantencamp. Hier sind wir mit den Dickhäutern “spazieren” gegangen und bekamen viele weiter Infos zu den sanften Riesen.
Es war wirklich eine tolle Erfahrung einem Elefant so nahe zu kommen, aber gleichzeitig war es auch sehr touristisch gemacht. Alles war straff organisiert und geplant, was bei mir zumindest, die Begeisterung etwas getrübt hat.

Am Nachmittag hörte es dann auch auf zu Regnen und die Sonne kam heraus. Der perfekte Zeitpunkt für die Wanderung un die Robberg Halbinsel. Und diesmal war es auch wirklich eine Wanderung 🙂 Es ging über Stock und Stein, Sanddünen herauf und hinuter und zwischendrin gab es fantastische Ausblicke auf das Meer und die Küste. Es war wirklich ein traumhaft schöner Nachmittag.

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Die Nacht verbrachten wir in Knysner, wo wir am kommenden Tag mit einem kurzen Stadtspaziergang starteten. Danach setzten wir unsere Fahrt entlang der Garden Route fort. Die Landschaft erinnerte mich stark an die Florida Keys. Weiße Strände, kleine idyllische Häuser und türkisfarbenes Meer. Lediglich die Schwarzberge gibt es nicht auf den Keys. Diese Gebirgskette zieht sich die komplette Garden Route entlang. Zusammen mit dem blauen Himmel sah die Landschaft so schön aus, dass ich gar nicht aufhören konnte zu fotografieren 🙂

Abends waren wir in den Bergen essen – wieder mit einem grandiosen Ausblick auf die Schwarzberge. Besonders die untergehende Sonne tauchte alles in wunderschöne Farben. Auf dem Heimweg bestaunte ich erneut diesen einzigartigen Sternenhimmel hier in Südafrika. Es ist wirklich Wahnsinn, wie viele Sterne zu sehen sind, wenn es rund herum keine Lichter gibt. Dazu klang aus dem Radio seit langem mal wieder Musik und machte den Augenblick irgendwie sehr emotional. Die bisherigen Erlebnisse liefen noch einmal alle vor meinen Augen ab und ich war einfach nur glücklich hier sein zu dürfen.

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