England
Schreibe einen Kommentar

Leinen los!

… für meine erste (Mini-) Kreuzfahrt. Mit der Fähre ging es von Hoek van Holland nach Harwich. Da ich noch nie zuvor mit so einem großen Schiff gereist bin, war ich sehr gespannt, was mich erwarten würde.

Hoek van Holland ist ein Ortsteil von Rotterdam und von Köln aus in gut drei Stunden erreichbar. Am Terminal angekommen, erhielten wir unsere Boardkarten, passierten die Passkontrolle und machten uns über die Gangway auf zum Schiff.

Meine Außenkabine lag auf Deck 11 und ich war überrascht, wie gemütlich diese eingerichtet war. Da hatte ich auf einer Fähre definitiv weniger Komfort erwartet. Großartig war das riesige Bullauge. Hier konnte man prima vom Bett heraus aufs Meer schauen … da wir nachts unterwegs waren, war der Ausblick für mich nicht ganz so optimal 😉

Neben einem Café, einer Bar und Restaurants gibt es auf der Stena Britannica auch ein Casino und sogar ein Kino, so dass man sich die Zeit der Überfahrt -neben Schlafen- auch anderweitig vertreiben konnte. Interessant sind auch die Shoppingmöglichkeiten, da man auf See zollfrei einkaufen kann.

Zum Abendessen war für uns ein Platz im Metropoliten Restaurant reserviert, wo wir ein drei Gänge Menü serviert bekamen. Für € 30.- kann man sich hier je eine Vor-, Haupt- und Nachspeise aussuchen. Da ich jedoch nicht allzu großen Hunger hatte, verzichtete ich auf eine Vorspeise und bestellte mir einen Burger als Hauptspeise und Erdbeeren mit Vanilleeis zum Nachtisch. Beides war lecker und schmackhaft. Besonders positiv aufgefallen ist mir das Servicepersonal: immer freundlich und sehr aufmerksam. Das ist heutzutage nicht mehr alltäglich und hätte ich so ebenfalls nicht erwartet.

Nach dem Abendessen nahm ich noch einen Absacker an der Bar. Als ich mich dann auf den Weg in meine Kabine machte, war ich kurz irritiert. Warum schwankte auf einmal alles?
Die Erklärung war simpel:  Während des Essens hatten wir abgelegt und zu meiner Verwunderung kam das Schwanken vom Seegang. Ich war bisher immer davon ausgegangen, dass man den auf so einem großen Schiff gar nicht merkt. Aber gut, so würde ich dann hoffentlich gut in den Schlaf geschaukelt werden. Und tatsächlich schlief ich in dieser Nacht überraschenderweise sehr gut. Allerdings war die Nacht auch sehr kurz. Um 5.30 Uhr erklang der Weckruf über das komplette Schiff.
Schnell angezogen, Koffer gepackt und auf zum Frühstück. Die Auswahl war in Ordnung und die Menge ausreichend. Trotzdem war das Frühstücksbuffet mit € 15.- für mich im Gegensatz zum Abendessen doch etwas teuer. Alternativ zum Buffet hat man die Möglichkeit sich ein belegtes Brötchen mit Kaffee an der Bar zu kaufen. Ich denke, diese Variante würde ich bei meiner nächsten Tour mit Stena Line bevorzugen.

Der Hafen in Harwich ist direkt an den Bahnhof angeschlossen. Bucht man die Minikreuzfahrt ist auch das Zugticket von Harwich in die Londoner City im Preis enthalten. Die Fahrt dauert ca. 1,5 Stunden und eignet sich perfekt um den fehlenden Schlaf der Nacht nach zu holen 🙂
An der Liverpool Street Station angekommen, mussten wir nur noch  unser Gepäck für (unglaubliche!) 10 Pfund aufgeben bevor wir uns dann ins vorweihnachtliche Getümmel von London stürzten.

Erstes Ziel war die Towerbridge. Hier war vor kurzem der neue Skywalk eröffnet worden. (Dazu in ein paar Tagen aber noch mehr). Danach ließen wir uns, bei  strahlenden Sonnenschein, einfach quer durch London treiben. Meine letzten Erinnerungen an London waren eher grau und regnerisch, daher freute ich mich um so mehr über den blauem Himmel und die Fotos, die daraus resultieren würden 🙂

Auch am frühen Abend beeindruckte mich London mit tollen Farben kurz vor Sonnenuntergang im St. James Park und dem Lichtermeer rund um die Carnaby und Oxford Street. Die Menschenmassen, die dort unterwegs waren, fand ich allerdings nicht so schön. Ich war froh, das rote Underground Schild zu sehen, um aus dieser Masse flüchten zu können. Wahnsinn! Da ist die Hohe Straße (Einkaufsstraße in Köln) zur Weihnachtszeit ein Klacks 🙂

Um 19 Uhr ging es dann von London wieder zurück Richtung Harwich, um die Heimfahrt anzutreten. Diesmal mit der Stena Hollandica. Der Name der Fähre war zwar ein anderer, aber ansonsten schien alles baugleich zu sein. Wir waren wieder gerade beim Abendessen, als wir pünktlich um 23.00 Uhr ablegten. Diesmal war die Fahrt sehr ruhig. Ich merkte kaum, dass wir bereits auf See waren und nach einer erholsamen Nacht legten wir um 8.00 Uhr pünktlich wieder in Hoek van Holland an.

Nach dieser Reise werde ich mit Sicherheit bei zukünftigen Touren auch das Schiff als Transportmittel berücksichtigen. Man spart die Hotelübernachtung und kommt sehr entspannt am Zielort an. Passt es in die geplante Reiseroute, ist diese Art des Reisens definitiv zu empfehlen!

Zu der Reise nach London wurde ich von Stena Line eingeladen.

Vielen Dank dafür!

Ebenfalls für Dich interessant?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.