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Russland: Rosa Khutor – Skiurlaub im Kaukasus

Berge Kaukasus

Es ist früh, als wir von Berlin in Richtung Sotschi starten. Im Flugzeug habe ich eine ganze Sitzreihe nur für mich, so dass ich es mir gemütlich mache und fast den gesamten Flug verschlafe. Pünktlich zum Landeanflug werde ich wach und erfreue mich an dem schönen Ausblick auf die Küste und die Gipfel des Kaukasus. Sotschi begrüßt uns mit frühlingshaften Temperaturen und einem wunderschönen Bergpanorama.

Unser Ziel ist das Rosa Khutor Resort  im Krasnaja Poljana Tal. Die Fahrt in das ca. 45 km entfernte Resort dauert mit dem  PKW ca. 45 Minuten. Alternativ gibt es direkt vom Flughafen aus eine Bahnverbindung, die nur etwa 15 Minuten länger nach Rosa Khutor benötigt.

Mittlerweile ist es Mittag und im Hotel werden wir mit einem leckeren kaukasischen Mittagessen begrüßt – inklusive einem Glas Wodka. Na dann: Willkommen in Russland 🙂

Rosa Khutor – ein Skigebiet mit olympischen Abfahrtstrecken

Zu den Olympischen Winterspielen 2014 entsteht im Krasnaja Poljana Tal das Olympische Dorf, da an den umliegenden Hängen die Abfahrtswettkämpfe ausgetragen werden sollen. Als die Olympischen Spiele vorbei sind, werden die Gebäude zu Hotels und das heutige Rosa Khutor Resort entsteht. Für Wintersportler bietet das Skigebiet 94 km bestens präparierte Pisten und 27 Liftanlagen und gilt als das beste Wintersportgebiet Russlands.

 

Das Resort besteht aus insgesamt 14 Hotels, welche sich im Tal auf 560 m und teilweise auf dem Rosa Plateau auf 1.170 m Höhe befinden. Bis zum Gipfel, dem Rosa Peak auf 2.320 m, dauert es mit der Gondelbahn ca. 30 Minuten und zwei Umstiege.

Die Aussicht vom Gipfel ist gigantisch und beeindruckt mich sehr! Auch wenn die Gondelfahrt von Menschen mit Höhenangst etwas Überwindung fordert, belohnt die Aussicht auf 2.320 m für Alles.

Die Gondelbahnen sind übrigens bis Mitternacht in Betrieb, so dass alle Gäste die Möglichkeit haben, die Restaurants und Bars des gesamten Resorts auch am Abend zu nutzen.

 

Beschäftigt man sich einmal mit der Entstehung der ehemaligen olympischen Stätten, stößt man schnell auf kritische Stimmen. Auch mir ist beim Anblick des heutigen Resorts schnell bewusst geworden, dass der Bau von Gondelbahnen, Hotelkomplexen, Skipisten und olympische Stätten ein enormer Einschnitt in die Natur gewesen sein muss. Positiv finde ich jedoch, dass das ehemalige Olympische Dorf weiterhin genutzt wird und nicht brach liegt.  Zudem versichert man uns, dass in Zukunft noch mehr Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz gelegt werden wird.

Das Kakasus Naturreservat – Naturschutz abseits der Pisten

Das Kaukasus Naturreservat grenzt unmittelbar an das ehemalige Olympiagebiet im Kasnaja Poljana Tal und umfasst ein Gebiet von ca. 278 Hektar. Es ist das Größte und Älteste Naturschutzgebiet im Westkaukasus und wurde 1999 von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt.

Aufgrund der vielfältigen Lebensräume sind im Reservat eine große Anzahl verschiedener Tierarten angesiedelt. Das größte dort lebende Säugetier ist der wieder eingeführte Wisent (europäisches Bison), der um 1930 im Kaukasus bereits ausgestorben war. Durch gezielte Nachzucht gelang es jedoch, die Tiere wieder im Kaukasus anzusiedeln.  Neben dem Wisent leben, Rehe, Gämse, Wölfe, Wildschweine und Luchse im Reservat.

Im angeschlossenen Wildpark kümmert man sich um verstoßene oder verletzte Tiere. Sie werden aufgepäppelt, gesund gepflegt und sofern möglich wieder ausgewildert. Die angebotene Führung im Wildpark ist sehr informativ und ich habe viel über das Reservat und die dort beheimate Tier- und Pflanzenwelt gelernt. Zudem merkt man, dass die Menschen dort mit Herzblut ihrer Aufgabe nachgehen und diese Tatsache hat mir besonders gefallen.

Informationen & Anreise

Auch in der kommenden Wintersaison wird Condor wieder eine Direktverbindung von Berlin-Schönefeld nach Sotschi anbieten (voraussichtlich im Zeitraum November 2017 – März 2018).  Aeroflot bietet ganzjährig Verbindungen nach Sotschi an – auch von anderen deutschen Flughäfen. Allerdings mit einer Zwischenlandung in Moskau.

Die Hotels sind alle modern ausgestattet und bieten alles, was der Wintersportler von heute sich wünscht. Kulinarisch kann man sich hier ebenfalls bestens verwöhnen lassen. Die kaukasische Küche  ist geprägt von Fleisch, Fisch und ist generell eher deftig als leicht. Mir hat es sehr gemundet und ich habe die europäische Küche nicht vermisst.

 

Pauschalangebote für jedes Budget sind über die Veranstalter Pulexpress,  Go East oder über das Rosa Khutor Resort selbst buchbar. Da in den Pauschalangeboten auch oft ein Skipass inkludiert ist, lohnt es sich definitiv die Angebote zu vergleichen.

Zu beachten ist, dass für die Einreise nach Russland ein Visum benötigt wird. Was bei der Beantragung des Visums zu beachten ist und welche Dokumente man benötigt hat Christina in Ihrem Artikel  – So klappt´s mit der Einreise in das größte Land der Welt – ausführlich beschrieben.

Begleitet wurde ich auf dieser Reise von meiner Bloggerkollegin Beatrice von Reisezeilen. Sie berichtet hier über ihr Russisches Wintermärchen.

 

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Zu dieser Reise wurde ich von Rhosa Khutor eingeladen. Meine dargestellte Meinung bleibt wie immer meine eigene.

 

 

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