Alle Artikel mit dem Schlagwort: Südafrika

Südafrika – von Highlights und dem was bleibt

Mittlerweile bin ich seit fast zwei Wochen wieder in Deutschland und die häufigste Frage, die mir gestellt wurde: Was war dein Highlight in Südafrika?

Aber diese Frage kann ich so pauschal gar nicht beantworten. Es war das Gesamtpaket was mich wirklich fasziniert und beeindruckt hat. Und es wirkt immer noch nach… ich fühl mich wirklich gut und es zaubert mir jedes Mal ein Lachen ins Gesicht, wenn ich an meine Zeit in SA denke. Momentan bin ich zufrieden, glücklich und ärgere mich nicht über Kleinigkeiten. Ich weiß, dass dieser Zustand vermutlich nicht ewig anhalten wird, aber bis zum Tag X möchte ich dieses Gefühl noch ein wenig auskosten und genießen 🙂 Weiterlesen

I believe I can fly – Paragliding in Kapstadt

Kann ich das tatsächlich?

Bei der Vorbereitung auf diese Reise habe ich ein ein Video von einem Paraglidingflug in Kapstadt gesehen, welches mich total fasziniert hat. Und obwohl ich mit der Höhe ja bekanntlich meine Probleme habe, wollte ich diesen Flug unbedingt machen.

Ich hatte bereits einen Termin mit Manu vom Paraglidingteam per Whatsapp ausgemacht. Allerdings ist der geplatzt, da aktuell keiner mehr vom Signalhill und Lionshead starten darf. Es gibt wohl keine einheitlichen Regelung was die Haftung betrifft und daher verbietet der Tablemountain Nationalpark bis zur Klärung alle Starts. Super, eine schlaflose Nacht umsonst. Neuer Termin sollte der kommende Morgen am Sir Lowry’s Pass sein. Also nochmal schlecht schlafen, bevor es los gehen konnte. Weiterlesen

Kapstadt und das Kap der Guten Hoffnung

Bereits bei der Ankunft in Kapstadt haben wir beste Wetterbedingungen für die Fahrt auf den Tafelberg. Jeder mit dem ich bisher gesprochen hatte, riet mir eine Jacke mit zu nehmen, da oben auf dem Tafelberg meist ein eisiger Wind wehen würde. Doch wir stehen nun dort im T-Shirt und von Wind ist keine Spur. Stattdessen gibt es strahlenden Sonnenschein. Es ist einfach ein tolles Gefühl hier oben zu stehen und auf die Stadt herunter zu blicken.

Generell haben wir so ein Glück auf dieser Reise mit dem Wetter. Von 21 Tagen gab es nur 3 Regentage. Hier trifft das Sprichwort wohl zu: Wenn Engelchen reisen 🙂 Weiterlesen

Südafrika – Entlang der Garden Route

Meer, Berge und ganz viel Grün.

Nachdem wir von Johannesburg weiter nach Port Elisabeth geflogen sind, machten wir uns auf den Weg nach Tsitsikama – wo uns ununterbrochener Regen mit Wind und kalten 14 Grad erwarteten. Bei dem ungemütlichen Wetter stand die Treetop-Canopy Tour auf dem Programm. D.h. an zwischen Baumwipfeln gespannten Drahtseilen von Baum zu Baum gleiten. Aber auch hier galt das Motto, es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung. Also rein in die Absturzsicherung, Helm und Handschuhe an und schon ging es los. Mir war ja schon was mulmig vor dem
ersten Slide .. da der aber recht kurz war und (noch) nicht so hoch, waren wir sehr schnell bei der zweiten Plattform angelangt. Diese war auch bereits deutlich höher. Der längste Slide bei dieser Tour waren knappe 100m und der höchste Punkt lag bei ca. 40m. Bei dem 100m Slide sah man das Ende gar nicht und da das Bremsen aufgrund des Regens sehr schwierig war, rasselte ich voll in die Notbremse rein. Puhh.. Ich hab nur die Augen zu gemacht und dachte, jetzt knallst du gegen den Baum. Aber zum Glück hab mir nur ein wenig das Knie gestoßen. Nach zehn Slides waren wir zwar pitsch nass, aber glücklich. Da ich mich in der Höhe ja nun wirklich nicht wohl fühle, hab ich mir innerlich doch mal fest auf die Schulter geklopft, dass ich das mitgemacht habe 🙂 Weiterlesen

Südafrika – Halbzeit der Rundreise

Nach 2.500 km durch das nördliche Südafrika fliegen wir weiter  nach Durban.

Von der Wildnis ging es weiter nach Durban. Zunächst einmal fuhren wir hier mit dem Skycar auf das dortige Stadion und genossen einen tollen Ausblick über Durban. Die extra für die Fussball-WM gebauten Stadien nennen die Südafrikaner übrigens nur noch “Weiße Elefanten”, da sie kaum noch genutzt werden und eine Menge an Unterhalt kosten.
In Zentrum von Durban geht es sehr geschäftig zu. Kleine Läden reihen sich hier aneinander, davor fliegende Händler und zusätzlich sind wahnsinnig viele Menschen unterwegs.
Nachdem es in der Wildnis doch sehr ruhig und verlassen war, empfand ich die Ankunft in Durban doch wie einen Kulturschock. Richtig wohl fühlte ich mich hier nicht. Zumal die Kriminalitätsrate sehr hoch ist und man doch etwas mehr auf sich und seine Wertsachen acht geben muss.
In die Bank, in der ich Geld gezogen habe, kam man nur durch eine Schleuse, die zusätzlich noch von einem Sicherheitsmann bewacht wurde.
Unser Hotel lag zum Glück außerhalb des Zentrums und ich freute mich nach den Tagen in der Wildnis, doch sehr über den vorhandenen Komfort 🙂 Weiterlesen

Wer suchet, der findet…

Auf der Suche nach dem Leopard. Heute war eine Safari in Hluhluwe geplant. Lediglich die Aussicht auf einen Geparden ließ und trotz Kälte und Regen in den offenen Jeep einsteigen. Ja auch in Südafrika kann es ziemlich ungemütlich werden!

Bereits nach kurzer Zeit sahen wir viele Nashörner, die wir im Krüger Nationalpark ja wirklich nur aus sehr weiter Entfernung gesehen hatten. Als wir gerade auf eine Anhöhe fuhren, kam ein Nashorn direkt auf uns zu galoppiert. Bog dann aber kurz vor uns wieder ins Dickicht ein. Und wieder mal kurz Atem angehalten 🙂 Unser Guide blieb ganz gelassen und meinte nur, solang er ruhig bliebe bräuchten auch wir uns keine Sorgen machen. Nun ja, ich vertraute (mal wieder) auf seine Worte und dachte nicht an die Verzichtserklärung für den Notfall, die wir vorher unterschreiben mussten. Unterwegs zeigte er uns viele verschiedene Vögel, so dass wir kurzzeitig vermuteten, er sei ein Vogelschützer und kein Ranger, der uns zum Geparden führen würde. Generell war die Stimmung heute aufgrund des schlechten Wetters nicht wirklich doll. Weiterlesen

Swasiland…

… so existierte Afrika in meiner Vorstellung.

Bereits bei der Ankunft im Königreich Swasiland wurden wir mit einem tollen Sonnenuntergang für die lange Fahrt entschädigt. Die Landschaft leuchtete in den tollsten Farben und zusammen mit dem aufziehenden Dunst machte es
den Augenblick wiedereinmal zu etwas ganz besonderem.

Zum Abendessen gab es diesmal “Impala-Gemüse-Geschnetzeltes”, was wirklich sehr lecker war. Impala ist eine Antilopenart, die wir bisher fast überall gesehen haben.
Unser Nachtlager waren diesmal traditionelle Bienenstockhütten, die ur-gemütlich waren, so dass ich mal wieder gut geschlafen habe – trotz freilaufenden Tieren um uns herum 🙂

Aufgrund der Hitze, sind wir bereits vor dem Frühstück zu einer kleinen Wanderung aufgebrochen. Wir haben Zebras, Warzenschweine, Gnus und Impalas aus nächster Nähe gesehen. Zudem ist es hier landschaftlich einfach wunderschön. Grüne Bäume, Wasserlöcher und dazwischen gold-schimmernde Felder. Mit der gerade aufgegangenen Sonne bot sich uns erneut ein traumhaftes Farbenspiel.

Zum Abschluss besuchten wir eine Ananasplantage. Neu war für mich, dass diese doch am Boden wachsen und nicht,wie von mir angenommen, an Stauden. Eine Ananas braucht ganze 18 Monate um zu reifen, erst dann wird sie verpackt und exportiert.

Als Highlight sahen wir im See neben der Plantage auch noch ein Hippo, welches uns stolz sein breites Maul sowie seine Tauchkünste vorführte. Hier machten wir dann alle wieder Jagd auf das beste Foto 🙂

 

Auf in die Wildniss…

Auf dem Weg zum Krüger Nationalpark machten wir zunächst Halt in der Nähe des Blyde River Canyon und schauten uns dort God’s Window und die drei Rondavels an. Der Canyon ist der dritt größte der Welt und es war sehr beeindruckend dort zu stehen und hinab in die Tiefe zu schauen. Zumal wir kurz vor Sonnenuntergang dort waren und dementsprechend tolle Lichtverhältnisse hatten. Ein bisschen mulmig war mir ja schon bei dem obligatorischen Foto vorm Abgrund – aber so ein Fotos muss eben sein 🙂

Unsere Unterkunft waren kleine Chalets in Blydepoort. Vom Bett aus, hatte man einen tollen Ausblick über den Canyon.

Der folgende Tag startete mit einer kurzen Wanderung durch den Canyon. Erst danach gab es Frühstück und wir fuhren endlich Richtung Krüger Nationalpark. Bereits auf der Fahrt zu unserer Lodge sahen wir die erste Giraffe und die ersten Mitreisenden verfielen in einen ersten Fotorausch 🙂

Nach Reiseverlauf sollten wir auch einen Kindergarten besuchen, dieser hatte jedoch bereits geschlossen. Daher hielten wir spontan bei einer Schule und unser Scout fragte nach, ob wir diese besuchen dürften.
Wir durften.. Und als erstes wurden wir von sämtlichen Lehrern/Betreuern fotografiert. Jeder der ein Smartphone besaß zückte dieses, um den Besuch der “Weißen” zu dokumentieren! Die Konder hatten wohl noch nie so viele “Weiße” auf einmal gesehen. Wie sich herausstellte war es eine Schule für Behinderte Kinder. Der erste Anblick war schockierend. So unwohl habe ich mich lange nicht mehr gefühlt. Die Rektorin erklärte, dass diese Kinder oft verwahrlosen und dort einen Platz bekommen um tagsüber versorgt zu sein. Da die Rektorin Geburtstag hatte, stimmten wir ein Happy Birthday an und danach sangen die Kinder auf Soto ( eine der weiteren sieben Landessprachen, neben Zulu, englisch und Afrikaans). Ein absoluter Gänsehaut-Moment. Trotz nicht optimaler Lebensbedingungen war auch dort wieder diese enorme Lebensfreude zu spüren. Hier sollte sich manch einer bei uns einfach mal ein Beispiel dran nehmen, statt immer nur zu jammern.

Übernachtet haben wir in einer sehr einfachen, aber gemütlichen Lodge. Das erste mal unterm Moskitonetz schlafen, na das kann ja was werden 🙂