Der DonAUwald Wanderweg gehört als Premiumwanderweg zu den schönsten Mehrtageswanderungen Bayerns. Auf rund 59 Kilometern führt er dich durch eine einzigartige Naturlandschaft entlang der Donau. Vorbei an ursprünglichen Auwäldern, idyllischen Flusslandschaften, historischen Städten und beeindruckenden Naturschutzgebieten. Du möchtest die Natur des Donautals intensiv erleben? Der DonAUwald Wanderweg ist einen abwechslungsreichen Fernwanderweg, der sich hervorragend in mehreren Tagesetappen erkunden lässt. Er ist übrigens der flachste Weitwanderweg Deutschlands, da kaum Höhenmeter zu überwinden sind.
Ich habe den DonAUwald Wanderweg in vier Etappen erwandert:
- Etappe 1: Schwenningen nach Höchstädt
- Etappe 2: Höchstädt nach Lauingen
- Etappe 3: Lauingen nach Offingen
- Etappe 4: Offingen nach Günzburg
Im Blogartikel nehme ich dich mit auf meine Wanderung und gebe dir Tipps, damit auch du deine Wanderung dort planen kannst.
Warum der DonAUwald Wanderweg ein Geheimtipp ist
Während viele bekannte Fernwanderwege in Deutschland stark frequentiert sind, bietet der Donauwald Wanderweg noch echte Ruhe. Die Route verläuft durch naturnahe Landschaften und über schmale Pfade, die selbst in der Hauptsaison nicht überlaufen sind. Ich bin in den vier Tagen wirklich kaum anderen Wanderern begegnet. Lediglich ein paar Fischer siehst du des öfteren am Wasser sitzen.
Besonders reizvoll fand ich:
- ursprünglichen Donauauen
- große zusammenhängende Waldgebiete
- historische Altstädte
- zahlreiche Aussichtspunkte
- die abwechslungsreiche Tier- und Pflanzenwelt
- komfortable Unterkünfte und regionaler Genuss
- sehr gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Der DonAUwald Wanderweg im Überblick
Raus aus dem Alltag, rein in die Natur! Der schwäbische DonAUwald ist ein echtes Paradies für alle, die Ruhe, Bewegung und ursprüngliche Landschaften lieben. Der „Grüne Streifzug“ führt dich durch eine faszinierende Welt aus alten Eichenwäldern, idyllischen Altwässern, Schilfröhrichten und offenen Brennen. Mit etwas Glück entdeckst du dabei Eisvögel, Spuren des Bibers oder seltene Pflanzen, wie den Frauenschuh oder Märzenbecher. Besonders beeindruckend ist der Blick von der „Leite“ über die weite Auwaldlandschaft. Die Wegführung ist generell super abwechslungsreich. Mal verwunschen und fast urwaldartig, mal offen und weit.
Fakten zum Donautal Wanderweg:
- Region: Bayerisch-Schwaben
- Länge: ca. 59 Kilometer
- Schwierigkeit: leicht
- Beste Reisezeit: Frühling bis Herbst
- Markierung: durchgehend ausgeschildert
- Geeignet für: Genusswanderer, Familien, Naturfreunde und Mehrtageswanderer
Meine Tipps zur Planung und Vorbereitung deiner Wanderung entlang der Donau
Mein erster Anlaufpunkt bei der Planung ist meist immer die Webseite des Weitwanderweges oder die der Tourismusregion. Auf https://www.donauwald-wanderweg.de findest du alle wichtigen Infos und kannst bei Bedarf Infomaterial anfordern.
Anreise zum DonAUwald Wanderweg
Die Städte entlang des Donautals verfügen über eine sehr gute Bahnanbindung. Dadurch empfehle ich dir die nachhaltige und entspannte Anreise mit der Bahn. Von Nürnberg bin ich mit dem ICE bis Donauwörth gefahren und bin dann in die Regionalbahn Richtung Schwenningen umgestiegen.
Solltest Du mit dem Auto anreisen, ist aber auch die Anbindung an die A7 oder A8 sehr praktisch. Mein Tipp: Frage im Hotel nach, ob du dein Auto für die Zeit der Wanderung auf dem Hotelparkplatz stehen lassen darfst.
Planung der Etappen
In diesem Punkt bist du absolut flexibel. Du kannst in Schwenningen oder Günzburg starten. Du kannst die regulären 5 Etappen wandern oder die Etappen individuell anpassen. Ich habe mich zum Beispiel für 4 Etappen mit je 16-21 km pro Tag entschieden. Wichtig: Beachte auf jeden Fall die Länge der Zuwege, da kommen schnell noch mal 3-5 km zur Tagesetappe hinzu.
Gepäcktransport
Einen reinen Gepäcktransport gibt es leider nicht. Für 4 Tage hatte ich alles was ich benötige im Rucksack getragen. Das war wirklich kein Problem.
Du kannst aber das rundum sorglos Paket bei Kleins Wanderreisen buchen. Das Gesamtpaket beinhaltet dann auch den Gepäcktransport.
Alternativ lohnt es sich vielleicht auch einfach mal in den Unterkünften nachzufragen. Manchmal wird der Gepäcktransport als Serviceleistung angeboten.
Verpflegung
Zwischen den Orten gibt es oft längere, naturbelassene Abschnitte. Ausreichend Wasser und kleine Snacks solltest du daher immer im Rucksack haben. Ich habe morgens beim Frühstück immer gefragt, ob ich mir etwas Obst und ein Brötchen für den Tag mitnehmen darf. Das war nie ein Thema, da man in den Unterkünften auf Wanderer eingestellt ist.
Nach den einzelnen Etappen war mein Ziel dann immer das örtliche Eiscafé für ein Kaltgetränk und ein Spagettieis – herrlich!
Fernglas nicht vergessen
Solltest du noch Platz im Rucksack haben, lohnt es sich ein Fernglas für die Vogelbeobachtung mitzunehmen. Die Region gehört nämlich zu den artenreichsten Naturräumen entlang der Donau.
Übernachtungen rechtzeitig buchen
Wer die Strecke, wie ich, in mehreren aufeinanderfolgenden Etappen wandert, sollte die Unterkünfte frühzeitig reservieren – insbesondere während der Hauptsaison.
Mücken und Zecken
Eigentlich ist es selbstredend, aber ich möchte dich trotzdem daran erinnern, dass du ein Mücken- und Zeckenspray einpackst. Ich war im Juli unterwegs und hatte kaum Probleme mit Mücken. Da aber viele Wege durchs Gras führen oder die Wege auch mal etwas zugewachsen sind ist auf jeden Fall ein Mittel gegen Zecken sinnvoll.


Jetzt geht´s aber los und ich nehme dich mit auf meine 4 Etappen auf dem DonAUwald Wanderweg:
Etappe 1: Von Schwenningen nach Höchstädt
Schon beim Aufwachen freue ich mich, dass es heute endlich los geht. Viel zu lange ist es her, dass ich einmal mehrere Tage am Stück unterwegs war.
Die ersten Kilometer führen mich noch über normale Spazierwege bis ich schließlich die Donau erreiche. Ich bin wirklich überrascht von dieser Weite, dem Blau des Wassers sowie den grünen Wiesen und Dämmen des Ufers. Am Wasserkraftwerk quere ich die Donau und über einen schmalen Graspfad führt mich der Weg zwischen den Wasserflächen hindurch über eine kleine Holzbrücke. Super idyllisch.
Ich folge weiter dem Donauverlauf und erreiche mein heutiges Highlight der Etappe. Die Seenlandschaft Bruckmahdseen. Schmale Pfade, manchmal auch etwas zugewachsen, verlaufen zwischen den kleinen Seen. Es kommt mir vor, als tauche ich in eine andere Welt ein. Ruhe pur und einfach wunderschön!
Bereits auf dieser Etappe habe ich einen ersten Eindruck davon, was den DonAUwald Wanderweg so besonders macht: Weite Landschaften, ruhige Wege und die Nähe zur Donau schaffen eine wirklich entspannte Atmosphäre.
Noch bevor ich mein Etappenziel für heute erreiche sehe ich am Ortsrand auf einem kleinen Hügel Schloss Höchstädt. Nach einer grundlegenden Sanierung ist das Schloss heute ein Museum mit der Dauerausstellung „Brennpunkt Europas 1704“ und wird für verschiedene Veranstaltungen genutzt. Im Innenhof lädt das Schlosscafé zu einer kleinen Pause ein.
Nachdem ich den Seerosenweiher und eine kleine Hängebrücke passiert habe, gehe ich am Schloss vorbei zum kleinen Marktplatz und freue mich auf mein Eis.
Kurze Zeit später checke ich im Hotel zu Glocke ein. Hier werde ich absolut herzlich empfangen und freue mich sehr über das moderne, helle Zimmer mit viel Holz, Sichtbeton und einem sehr gemütlichen Bett.
Das Highlight wartet dann beim Abendessen auf mich. Ein 3-Gänge-Menü aus regionalen Zutaten. Was ich sehr aufmerksam finde: Auf Unverträglichkeiten und persönliche Vorlieben wird individuell eingegangen und das Menü entsprechend angepasst. Ich bin vollends begeistert! So gut habe ich wirklich lange nicht gegessen. Ein perfekter Abschluss des ersten Tages.
Hotel Zur Glocke, Höchstädt
Strecke: 15,5 km, 40 HM
Alle Infos und die genaue Route findest Du bei Komoot unter DonAUwald-Wanderweg: Schwenningen – Höchstädt – Etappe 1
Etappe 2: Von Höchstädt nach Lauingen
Nach einem sehr leckeren Frühstück starte ich heute bereits sehr früh auf die nächste Etappe. Zum Einen, weil heute 20 km vor mir liegen und zum Anderen sind am Nachmittag Gewitter vorhergesagt.
Über einen Holzbohlenweg geht es wieder Richtung Donau. Nachdem ich Höchstädt an der Staustufe hinter mir gelassen habe, erreiche ich kurze Zeit später den Hofmahdschwaigsee. Zwei Boote, ein Steg und ein kleiner idyllischer See. Ein traumhafter Ort, an dem ich eigentlich noch länger verweilen möchte.
Ich folge der Wegkennzeichnung weiter über schattige Wege, die nun teilweise parallel zum Donaudamm verlaufen. Kurz vor Steinheim wechsle ich die Uferseite und nutze einer der Panoramaliegen für ein zweites Frühstück. Nach dem wirklich kurzen Anstieg auf die „Leite“ werde ich mit einem tollen Weitblick belohnt. Auch hier läd wieder eine Panoramaliege zum verweilen ein. Überall zwitschern die Vögel und es schwirren Schmetterlinge und Libellen an mir vorbei. Natur pur!
Im weiteren Verlauf führt mich der DonAUwald Wanderweg nun direkt an der Donau entlang, bevor ich dann zur im Schatten gelegenen Naturkneippanlage an der Donau abbiege.
Darauf haben sich meine Füße die ganze Zeit gefreut. Das kühle Nass tut unheimlich gut und zudem ist es ja auch noch absolut gesund!
Auch heute fällt mir wieder auf, wie herrlich ruhig es auf dem DonAUwald Wanderweg ist. Erst im Ortskern von Lauingen wird es wieder lebendiger. Die Stadt besitzt eine lange Geschichte und beeindruckt mit ihrem historischen Stadtkern. Besonders bekannt ist Lauingen als Geburtsstadt von Albertus Magnus. Der markante Schimmelturm prägt das Stadtbild und ist eines der bekanntesten Fotomotive. Der Turm kann auch bestiegen werden. Der Schlüssel kannst du für zwei Euro im Hotel Lodner leihen.
Mein früher Start hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn keine 30 Minuten nach meinem CheckIn ins Lodner Genießerhotel Drei Mohren fängt es kräftig an zu gewittern. Alles richtig gemacht.
Nach einer kurzen Siesta im gemütlichen Zimmer, streife ich noch etwas durch die Altstadt und nutze die Gewitterpause für ein leckeres Abendessen.
Lodner Geniesserhotel Drei Mohren, Lauingen
Strecke: 20,2 km, 70 HM
Alle Infos und die genaue Route findest Du bei Komoot unter DonAUwald-Wanderweg: Höchstädt an der Donau nach Lauingen 2. Etappe











Etappe 3: Von Lauingen nach Offingen
Frühstück gibt es heute erst ab 8 Uhr. Das trifft sich sehr gut, da bis 10 Uhr noch Regen vorhergesagt ist. Daher lasse ich mir heute besonders viel Zeit zum Schlemmen!
Als es dann endlich aufhört zu regnen starte ich mit dem Blick auf Lauingen von der anderen Donauseite aus. Das solltest du dir auch nicht entgehen lassen, denn es wartet ein wirklich toller Blick auf die Spitalkirche und die Altstadt.
Hinter dem Luitpoldhain biege ich kurze Zeit später ab auf einen wunderschönen Levadaweg, der mich sehr an Madeira erinnert. Erneute eine Überraschung, mit der ich so nicht gerechnet habe.
Das würde ich dir generell als Tipp mitgeben: Auch wenn du auf der Karte manchmal kleine Schlenker nicht nachvollziehen kannst oder als Umweg empfindest: Folge dem Weg unbedingt. Oft erwarten dich besonders schöne Ecken oder Ausblicke.
Von der Brenzmündung wandere ich weiter Richtung Faiminger Stausee. Hier sind viele seltene Vogelarten zu beobachten. Daher ist hier auch Baden strengstens verboten.
Nach diesem Weitblick über den Stausee führt der Weg nun wieder auf Wiesenpfaden durch urige Wälder. Ich liebe diese Abwechslung auf dem DonAUwald Wanderweg.
An der Staustufe in Gundelfingen setze ich mich auf die Stufen und mache Pause. Ich beobachte die Angler und die Kanufahrer, die gerade ihre Boote ins Wasser lassen.
Kurz vor Offingen macht der Weg nochmal einen Schlenker und ich wandere an einem kleinen Teich entlang an dessen Ufer ein schmaler Holzsteg entlang führt. Erneute: Idylle pur!
Der Zuweg nach Offingen führt direkt durch den Ort und ist weniger schön. Oder ich empfinde es einfach an diesem Tag nur so, da ich die letzten Tag mehr Natur als Zivilisation erlebt habe.
Ich glaube, die dritte Etappe hat mir bisher am besten gefallen. Es war eine super Mischung aus Wald, naturnahem Flusslandschaften und vielen kleinen Pfaden.
Übernachten werde ich heute im Landgasthof Zur Krone in Offingen. Da die Hitze mich heute doch geschafft hat, freue ich mich über das große Zimmer mit bequemem Doppelbett und das gut bürgerliche Abendessen im angeschlossenen Gasthof.
Landgasthof Krone, Offingen
Strecke: 15,1 km, 40 HM
Alle Infos und die genaue Route findest Du bei Komoot unter DonAUwald – Wanderweg: Lauingen nach Offingen 3. Etappe










Etappe 4: Von Offingen nach Günzburg
Heute steht die letzte Etappe auf dem DonAUwald Wanderweg für mich an. Die Strecke ist von einigen Umwegen geprägt, die alle sehr gut ausgeschildert sind. Trotzdem trübt es meine Stimmung etwas, da ich mich besonders auf das Gebiet rund um die Reisenburger Baggerseen gefreut habe. Aber Sicherheit geht nun mal vor. Und wenn Bäume drohen umzukippen oder Äste uns Wanderer gefährden, dann ist die Einrichtung einer Umleitung einfach das einzig Richtige.
Trotzdem genieße ich heute nochmal die Natur und lasse die drei vorherigen Etappen Revue passieren.
Am Ortsrand von Reisenburg entlang führt mich der Weg durch den Bürgerpark zurück nach Günzburg. Eine sehr kurzweilige Etappe, die wie im Flug vergangen ist.
In der historischen Altstadt von Günzburg mit ihren farbenfrohen Häusern, engen Gassen und gemütlichen Plätzen endet meine Wanderung auf dem DonAuwald Wanderweg. Ich vertreibe mir noch etwas die Zeit in einem der vielen Cafés und starte dann meine Heimfahrt nach Nürnberg.
Strecke: 11,4km, 60 HM
Alle Infos und die genaue Route findest Du bei Komoot unter DonAUwald-Wanderweg: Offingen nach Günzburg 4. Etappe






Fazit: Meine Erfahrungen auf dem DonAUwald Wanderweg
Der DonAUwald Wanderweg hat mich wahnsinnig überrascht. Ich konnte mir vorher nicht vorstellen, wie ein Weitwanderweg ohne nennenswerte Höhenmeter entlang der Donau mich begeistern könnte. Tja und dann hab ich es selbst erlebt. Eine unheimlich beeindruckende Natur, tolle Wegführung, verwunschene Pfade, Ruhe und Stille, keine Menschenmassen. Diese Vielfalt hat mich wirklich begeistert und ich kann den Weg uneingeschränkt weiterempfehlen.
Lohnt sich der DonAUwald Wanderweg?
Definitiv ja. Der DonAUwald Wanderweg verbindet Natur, Kultur und Erholung auf ideale Weise.
Die vier Etappen von Schwenningen nach Höchstädt, von Höchstädt nach Lauingen, von Lauingen nach Offingen und schließlich von Offingen nach Günzburg, bieten dir abwechslungsreiche Landschaften, kleine historische Orte und zahlreiche Möglichkeiten, die Natur entlang der Donau intensiv zu erleben.
Wer einen Fernwanderweg sucht, der nicht überlaufen ist und dennoch mit beeindruckenden Naturerlebnissen überzeugt, wird den DonAUwald Wanderweg lieben.











