Alle Artikel mit dem Schlagwort: Mut

Fernwehyvi auf Petronas Tower

Vom stark sein, alleine reisen und glücklich sein

Die bevorstehende Reise wühlte erneut einiges an Gedanken und Emotionen in mir auf. Wenn ich erzählte, dass ich allein mit dem Rucksack durch Indonesien reise gab es viele Reaktionen und Fragen. Viele bezeichneten mich als mutig und stark. Manche fragten, ob es nicht zu langweilig und einsam sei. Andere wiederum schauten beim Thema Alleinreisen skeptisch, als sei dies etwas völlig absurdes und ich völlig verrückt. Weiterlesen

Von Mut, Glück und dem allein reisen

“Du bist so mutig!”

Ein Satz, den ich die vergangenen Tage immer wieder gehört habe, über den ich mir aber nie Gedanken gemacht habe.  Was  bedeutet Mut denn überhaupt?

Der Duden bezeichnet  Mut als die Fähigkeit in einer riskanten Situation seine Angst überwinden zu können oder auch die Bereitschaft angesichts zu erwartender Nachteile etwas zu tun, was man für richtig hält.

Für mich heißt Mut aktuell eher Unabhängigkeit. Ich möchte Reisen, Weiterlesen

Einmalige Erlebnisse auf Reisen

… vom Zufall, Glück und Mut.

Manche Momente auf Reisen passieren einfach und mir wird immer erst im Nachhinein bewusst wie einmalig und besonders diese Erlebnisse für mich waren.

Da war zum Beispiel dieser Abend in Barcelona: nach einem anstrengenden Tag voller Sightseeing Highlights freute sich mein Körper sich auf eine Pause in Form von Schlaf und Erholung, bloß nicht mehr Bewegen 🙂 Aber irgendwie hatte ich das Gefühl etwas zu verpassen in dieser pulsierenden Metropole – also wieder angezogen und raus vor die Türe. Unser Hotel lag in einer noch sehr ursprünglichen Gegend, so dass wir uns in eine Bar an den “Mini-Ramblas” setzten und bei einer weißen Sangria das Treiben auf der Straße beobachteten. Auf dem Rückweg zum Hotel kamen wir dann an einer kleinen Bar vorbei, die wirklich nicht besonders aussah, aber uns mit der guten Musik doch noch zu einem Absacker verführte. Und wie es dann manchmal so ist, stand dort eine Gruppe Spanier, mit denen wir ins Gespräch kamen. Auch wenn es nicht bei diesem einen Absacker blieb und die Kopfschmerzen schon vorprogrammiert waren, so machte die Zufallsbekanntschaft der Spanier und deren Geschichten zusammen mit der guten Musik diesen Abend zu einem ganz besonderen.

Ebenfalls blieb mir ein Abendessen in Miami in Erinnerung. Wir kamen später als erwartet im Hotel an und hatten keine Lust mehr uns selbst ein gutes Restaurant zu suchen. Daher baten wir an der Rezi um eine Restaurantempfehlung sowie ein Taxi. Der Hotelmitarbeiter grinste und sagte er kenne ein wirklich gutes Restaurant und der Transfer wäre auch mit inbegriffen. Auch wenn wir skeptisch waren und die absolute Touri-Abzocke vermuteten, waren wir zu müde um zu widersprechen und begaben uns zur vereinbarten Abholzeit vors Hotel. Es fuhren einige Autos vor, unter anderem auch ein weiße Strechlimosine. Wir witzelten noch, wer denn jetzt wohl abgeholt werden würde, als der Fahrer auf uns zukam und uns bat einzusteigen. Waas? Na dann aber auch ganz touri-like noch ein Foto machen 🙂 Ich gebe zu, wir waren schon etwas euphorisch – spekulierten aber nun um so mehr wo der Haken war. Mit Sicherheit würden wir nun weitere Gäste abholen fahren – Nein. Das Essen würde exorborbitantisch teuer werden – Nein (gut günstig war es jetzt auch nicht, aber im Rahmen). Die Rückfahrt war nicht mit inbegriffen – Doch (uns wurde sogar angeboten vor der Rückfahrt noch einen Spaziergang durch Art deco Viertel zu machen). Es gab keinen Haken -wir haben wohl einfach nur Glück gehabt!

Auch das Erlebnis in Key West hat wieder mit der Suche nach einem Absacker zu tun 🙂 Irgendwie gehört dass für mich auf einer Rundreise dazu. Den Tag bei einem leckeren Getränk nochmal Revue passieren lassen, runter kommen und entspannen. Auf jeden Fall war es noch nicht all zu spät, aber die die Hotelbar war leider bereits geschlossen. Auf dem Weg zu unserem Zimmer kamen wir mit einem Paar ins Gespräch, die sich in der Umgebung auskannten und uns einen Tipp gaben, wo wir noch etwas zu Trinken bekamen. Wir müssten allerdings durch die Hintertür rein gehen. Mir als kleiner Schisser war das nicht ganz koscher, so dass ich schon auf meinen Absacker verzichten wollte. Zum Glück gab meine Reisebegleitung aber nicht nach, so dass wir wie beschrieben über den dunklen Parkplatz zu der Tür gingen aus der Musik und Licht drang…und ihr könnt es euch bestimmt schon denken, es war toll 🙂 Es war eine ganz urige, typisch amerikanische Kneipe. Ich erinnere mich noch daran, dass überall Fernseher hingen, die Theke komplett mit alten Münzen beklebt war, in der einen Ecke die jüngere Generation Billard spielte und am Tresen die alten Herren saßen und sich ihr Schnäpschen genehmigten. Da saß ich nun mit meinem Absacker -mittendrin- und fühlte mich sau wohl 🙂

Diese Erlebnisse sind beispielhaft, aber mir zeigen sie, dass es sich manchmal lohnt mutig zu sein. Und wenn es dann der Zufall oder das Glück auch noch gut mit einem meint, ja dann gibt es so viel tolles zu entdecken und zu erleben.

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen Jahreswechsel und für 2014 viele tolle und einmalige Reiseerlebnisse!