Finnland, Schweden
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Minikreuzfahrt auf der Ostsee – mit Tallink Silja Line durch Skandinavien

Nach unserer Norwegenreise im vergangenen Jahr sind der Freund und ich bekennende Skandinavien Fans. Wir freuen uns daher sehr auf die 9-tägige Minikreuzfahrt mit Tallink Silja Line durch Skandinavien.

Bei der Planung unserer Minikreuzfahrt haben wir uns für Aufenthalte in  Stockholm, Turku und Helsinki entschieden. Die zwischen Schweden und Finnland liegenden Åland Inseln wollten wir ebenfalls besuchen und den Stop dort für etwas Ruhe sowie das ein oder andere Naturerlebnis nutzen.

Vorweg sei gesagt: 9 Tage sind in in jedem Fall nicht ausreichend, um die geplanten Ziele intensiv kennen zu lernen. Uns war jedoch wichtig zumindest einen ersten Eindruck zu erhalten, um dann ggf. später einmal wieder zu kommen.

Wer vielleicht schon öfters in Skandinavien unterwegs war, verbindet mit den Schiffen der Tallink Silja Line eher riesige Autofähren. Das ist streng genommen auch korrekt, allerdings erinnert die Ausstattung aller Schiffe eher an große Kreuzfahrtschiffe, als an eine klassische Fähre. Shopping, Wellnessbereich, verschiedene Bars, ein Nachtclub sowie verschiedene Restaurants. Auf den Schiffen von Tallink Silja Line wird es einem definitiv nicht langweilig.

Für eine Minikreuzfahrt durch Finnland, Schweden, Estland oder Lettland  sind die insgesamt 11 Schiffe ein gutes Fortbewegungsmittel. Während die Flotte Ihre  Passagiere zum nächsten Zielort bringt, können diese sich an Bord amüsieren oder die Fahrt zur Erholung in einer der Kabinen nutzen.

Der Check-in an den Häfen läuft sehr unkompliziert und ist in kurzer Zeit erledigt. Nach Vorlage der Buchungsbestätigung und des Personalausweises erhält man die Bordkarten. In Stockholm standen sehr viele Menschen zum Bording an, so dass Ihr hier etwas mehr Zeit einplanen solltet. In den anderen Häfen war das Bording super easy und in wenigen Minuten erledigt.

 

An Bord

Die Kabinen

Auf allen Fahrten mit Tallink Silja Line hatten wir eine Außenkabine der A Kategorie. Die Kabinen waren für eine Nacht ausreichend groß und zweckmäßig ausgestattet. In der ersten Nacht hatten wir eine Premium A-Kabine. Dh. diese Kabinen liegen ruhiger und in einem separaten, durch eine Glastür abgetrennten, Bereich. Das lohnt sich, denn leider war es keine Seltenheit,  dass sich andere Gäste lautstark auf dem Flur unterhielten oder rumgepoltert haben. Ich empfehle daher: Ohropax mitnehmen! Dann ist ein guter und erholsamer Schlaf garantiert.

 

Das Grande Buffet

Wir haben Hunger! Also schnell die Koffer auf die Kabine gebracht und auf zum Grande Buffet. Als wir den Speisesaal betreten, empfinde ich die Atmosphäre zunächst als laut und wuselig. Am Eingang bekommen wir unseren Tisch zugeteilt. Dieser liegt am Bug des Schiffes und  es ist dort wesentlich ruhiger.

Die Auswahl am Buffet ist riesig und ständig wird Essen nachgelegt. Neben nordischer Küche gibt es asiatische Speisen, Streetfood, Antipasti und eine große Auswahl an frischem Fisch und Meeresfrüchten. Hier ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

 

Kleiner Tipp: Solltet ihr noch etwas trinken wollen, kurz bevor das Restaurant schließt, dann holt Euch zeitig Euer Getränk. Denn pünktlich zum “Zapfenstreich” werden die Rollos an den Getränkestationen geschlossen.

Das Grande Buffet kostet EUR 42,50 p.P. und neben dem Essen sind Bier, Wein und Softdrinks im Preis inbegriffen.

Für gute Esser lohnt sich das Buffet in jedem Fall. Wer nur einen kleinen Hunger verspürt oder zu später Stunde Appetit bekommt, der kann sich im Restaurant Fast Lane rund um die Uhr etwas kaufen. Alternativ gibt es auch immer ein Á la Carte Restaurant an Bord.

(Spezial-) Frühstück

Auch beim Frühstück hat man die Wahl: Grande Buffet oder Spezialfrühstück.

Wir entscheiden uns auf allen Fahrten für die zweite Variante , da wir das Frühstück in einer ruhigeren Umgebung genießen wollen. Das Spezialfrühstück wird immer im Á la Carte Restaurants serviert und uns hat die Atmosphäre dort einfach besser gefallen.

Freundlich werden wir dort mit einem Glas Sekt empfangen. Wer keinen Alkohol trinkt, erhält wahlweise alkoholfreien Sekt oder ein Glas Saft. Die Platzwahl ist frei, so dass wir uns einen schönen Platz am Rand des Restaurants suchen.

Wie schon beim Abendessen ist die Auswahl auch hier sehr reichhaltig und der Kaffee schmeckt vorzüglich. Einem guten Start in den Tag steht also nichts mehr im Wege 🙂 Ich freue mich, dass neben Obst auch eine große  Auswahl an Müsli, Nüssen und Toppings vorhanden ist. Außerdem werden verschiedene Brot- und Brötchensorten angeboten. Wer es gerne süß mag, kommt ebenfalls nicht zu kurz. Croissants, Kuchen und Muffins runden das große Angebot ab.

Für das Spezialfrühstück haben wir EUR 19,50 p.P. bezahlt. Ein angemessener Preis für das angebotene Buffet.

 

Unsere Ziele während der Minikreuzfahrt

Stockholm

Ich freue mich auf meinen zweiten Besuch in Stockholm. Der letzter Besuch hier war im Winter und es war kalt und grau. Das Schöne waren allerdings die wenigen Touristen. Jetzt zur Hochsaison ist es doch sehr voll.

Wir beschließen uns erst einmal um unser leibliches Wohl zu kümmern. Das Ziel unserer Begierde: Die Östermalm Saluhall. Eine Markthalle mit allerlei Leckereien.  Besonders Fischliebhaber kommen hier auf Ihre Kosten.

 

Nach dem Essen spazieren wir Richtung Wasser. Wir laufen am Fährterminal Strandvägen vorbei Richtung Nationalmuseum und weiter über die Skeppsholmsbron bis zum Segelschiff. Das Wetter ist sonnig, so dass wir es uns den restlichen Nachmittag in diversen Cafés gut gehen lassen.

Am nächsten Morgen kaufen wir uns ein Tagesticket für die Tunnelbana, die U-Bahn von Stockholm. In vielen U-Bahnstationen haben Künstler die Möglichkeit genutzt die Haltestellen mit Ihren “Kunstwerken” zu schmücken und die Stationen so zu individualisieren. Das wollten wir uns unbedingt anschauen. Nur so viel: Wer gerne fotografiert wird begeistert sein.

Wen ausführliche Infos zu der Kunst in den Tunnelbana Stationen interessieren, dem empfehle ich Ninas Artikel zur U-Bahn Kunst in Stockholm.

 

Die Zeit vergeht wie im Flug und wir bekommen mal wieder Hunger. Heute wollen wir zu Mittag die traditionellen Fleischbällchen – Köttbullar– probieren. Die “besten” Fleischbällchen werden laut Internet im Meatballs for the People serviert. Das Besondere dort: Der Gast kann aus einer Vielzahl von Fleischsorten seine persönlichen Fleischbällchen-Favoriten wählen.

Der Freund und ich entscheiden uns für Rentier und Elch. Das Essen ist sehr lecker! Allerdings ist uns aufgefallen, dass der Service etwas besser organisiert sein könnte. Trotz Warteliste, dauert es oft sehr lange, bis man geseatet wird. Und das obwohl viele Tische zwischenzeitlich (wieder) frei geworden sind. Am Besten einfach etwas Zeit mitbringen, es mit Gelassenheit nehmen und die Wartezeit mit einem Getränk an der Bar überbrücken.

 

Unser nächstes Ziel heute ist die Straße Mäster Mikaels Gatan. Schon die Häuser allein sind ein schönes Fotomotiv. Wer bis zum Ende geht, wird mit einem tollen Ausblick belohnt. Die Treppen runter und weiter auf der Fjällgatan gelangt man zu einem weiteren schönen Aussichtspunkt.

Auf dem Rückweg sind wir durch die Gassen der Gamla Stan spaziert und haben anschließend im Café Chokladkoppen  eine noch warme Zimtschneke gegessen und einen Kaffee getrunken. Hier solltet ihr Euch nicht von den vielen Menschen abschrecken lassen. Der sehr nette Service  und das leckere Gebäck hat mich schnell das Menschengewühl vergessen lassen.

 

 

Die restliche Zeit bis zur Einschiffung haben wir an meinem Lieblingsplatz in Stockholm verbracht. Die Bänke am Wasser auf Riddarholmen. Einfach auf  eine der Bänke setzen, sich die Sonne ins Gesicht scheinen lassen, dem Plätschern des Wasser zuhören und Inne halten. Herrlich! Zudem ist der Ort auch ein schöner Fotospot um das Stadthaus von Stockholm zu fotografieren.

Infos Stockholm

Hotel: Scandic Continental, sehr zentral am Bahnhof gelegen

Schiffsroute: Stockholm – Turku

Schiff: Galaxy

Anleger: Hamnpirsvägen 10, 11574 Stockholm.

Anfahrt:  Mit der U-Bahn bis zur Haltestelle Gärdet Station, von dort den Schildern bis zum Fährterminal folgen. Gehzeit ca. 10 Minuten.

Tipp: Bei schönem Wetter einen Platz an Deck suchen und die Ein-/Ausfahrt aus dem Schärengarten genießen. Ein Traum!

 

Turku

Es ist 7.00 Uhr morgens als wir in Turku ankommen und ich bin müde.

Zum Glück können wir sofort in unser Hotel Radisson Blue Marina einchecken und nach einem Nickerchen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.  Bei Visit Turku holen wir unsere Leihfahrräder ab und erhalten die Food Walk Card. Es kann los gehen!

Mit der Food Walk Card können wir aus zehn vorgegebenen Restaurants und Cafés fünf  auswählen und dort eine zuvor festgelegte Speise probieren. Welche Leckereien angeboten werden, ist ebenfalls auf der Food Walk Card vermerkt. Wir entdecken die Stadt also zur Abwechslung einmal kulinarisch – I like!

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch die Museum Walk Card. Leider schaffen wir es zeitlich aber nicht diese zu nutzen.

 

Wir radeln am Fluss entlang und machen immer wieder kleine Fotostops. Wusstet ihr, dass Turku die älteste Stadt Finnlands ist?  Unser Ziel ist die Burg von Turku. Hier treffen wir Anke Michler, die uns in einer kurzweiligen Tour einige interessante Dinge über die Burg und die Geschichte der Stadt Turku berichtet. Unsere Tour mit Anke dauert 1,5 Stunden und ich stelle wieder einmal fest, dass ich solche Kurz-Führungen sehr mag. Ich bekomme alle wichtigen Facts und kann bei Bedarf nachfragen oder mich später selbst einlesen. Zudem ist die Art wie Anke erzählt sehr angenehm und es macht Spaß ihr zuzuhören.

 

 

Am kommenden Tag haben wir  ein Lanå Boat gemietet. Nach einer kurzen Einweisung fahren wir los und schippern entspannt auf dem Fluss herum. Turku vom Wasser aus zu sehen ist noch einmal eine ganz besondere Erfahrung.

 

Über die Bluetoothverbindung hören wir unsere Lieblingsmusik und winken den Passanten am Ufer zu. Auch wenn die Elektroboote nicht wirklich schnell fahren, so haben wir großen Spaß! Bei der Bootstour kommen der Freund und ich übrigens auch auf die Idee den Bootsschein zu machen. Aber das ist wieder eine andere Geschichte 🙂

Mit EUR 59.- für eine Stunde ist das Vergnügen zwar nicht ganz günstig, aber wir waren uns einig, dass sich dieser Ausflug in jedem Fall gelohnt hat.

Kaum an Land geht es erneut mit dem Boot auf Tour. Mit dem Vesibussi, dem lokalen Wassertaxi, fahren wir -inklusive Rädern- mit unserer Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel, zur Halbinsel Ruissalo. 40 Minuten dauert die Fahrt und ich genieße mal wieder das Geräusch der Wellen und den Wind im Gesicht.

Vom Anleger dort, radeln wir knappe 7 km zum Aussichtspunkt auf der Landzunge Kuuvannokka  den man uns empfohlen hat. Unterwegs unbedingt die Augen offen halten: Die alten Holzvillen und die bunten Badehäuschen am Ufer sind wunderschöne Fotomotive.

 

Und tatsächlich ist es hier richtig schön. Das Meer schimmert türkis, die Küste besteht aus vielen Felsen und das Ufer ist gesäumt mit den für Skandinavien typischen Fichten. Es ist niemand dort außer uns – herrlich!

 

Am Abend heißt es dann schon wieder Abschied nehmen. Die Baltic Princess erwartet uns, um uns zu unserem nächsten Ziel zu bringen. Auf geht´s Richtung Åland Inseln.

 

Infos Turku

Hotel: Radisson Blue Marina

Schiffsroute: Turku – Åland Inseln (Marienhamn)

Schiff: Baltic Princess

Anleger: Linnankatu 91, 20100 Turku

Anfahrt: Die Buslinie 1 fährt direkt am Terminal ab und bringt Euch in die Innenstadt. Tickets können direkt beim Fahrer gekauft werden. Fahrtzeit 10-15 Minuten

 

 

Åland Inseln – Marienhamn

Heute haben wir keine Kabine, denn wir werden schon um 0:40 Uhr auf den Åland Inseln ankommen. Nachdem wir erneut das Grande Buffet genossen haben, erkunden wir das Schiff. Leider ist der Duty Free Shop für uns preislich nicht interessant, aber es ist ein Spaß, den anderen Menschen beim shoppen zu zu schauen. Hier wird u.a. das Bier palettenweise verkauft inkl. Einwegtrolly. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass die Preise für Skandinavier echt günstig sind, so dass es eine Freude ist, den Menschen bei ihrer Schnäppchenjagd zu zusehen.

Wir schauen uns die Show im Starlight Palace an und setzen uns dann ins Restaurant Fast Lane. Hier gibt es rund um die Uhr Getränke und etwas zu Essen. Unsere Rettung an diesem Abend: Es gibt Stecker an den Tischen, so dass wir unsere mittlerweile leeren Akkus der Iphones aufladen können.

Auf den Åland Inseln gibt es zwei Anleger. Wir werden nicht direkt in Marienhamn anlegen, so dass wir beim Check-in einen Transfer zum Hotel buchen. In Lågnas angekommen, wartet das Shuttle bereits auf uns. Der Transfer klappt problemlos, so dass wir innerhalb kürzester Zeit im Hotel Pommern ankommen und müde ins Bett fallen.

Blauer Himmel und Sonnenschein begrüßen uns am nächsten Morgen so dass wir uns nach dem Frühstück auf machen um die Stadt zu erkunden. Die schönen Holzhäuser und die entspannte Atmosphäre begeistern mich von Anfang an.

 

Am Fährterminal in Marienhamn ist ein Naturetrail ausgeschildert. Das ist doch was für uns! Der Start ist allerdings nicht so einfach zu finden, da der Trail ganz unscheinbar hinter dem Fährterminal auf einen kleinen Schotterweg beginnt. Der Trail führt zunächst immer am Wasser entlang und viele Bänke laden zum Verweilen ein. Eher durch Zufall können wir das Einlaufen von vier großen Schiffen beobachten. Wir sind beide ganz fasziniert, denn die Schiffe Wenden bevor sie am Hafen anlegen. Ein Spektakel, was man vom Naturetrail aus nächster Nähe beobachten kann. Mein Tipp daher: Vorher die Ankunftszeiten der Schiffe checken!

 

Als der Naturetrail endet, gehen wir ein Stück durch Marienhamn. Obwohl wir in einem Wohngebiet sind, gibt es einen Weg durchs Grüne. Das gefällt mir sehr.

Marienhamn liegt auf einer Landzunge, so dass wir eine schöne Runde gehen. Nachdem wir das Wohngebiet passiert haben, wird es wieder ruhiger und grüner. Die Wege führen vorbei an Schilfgras und weiten Wiesen. Am Badesteg auf Lillaholmen machen wir erneut eine Pause.  So schön! Ich kann nicht anders, als meine Schuhe auszuziehen und meine Füße in die kalte Ostsee zu tauchen. Das ist Urlaub!

Das war ein wirklich schöner Spaziergang! Hier ist mein Komoot Link zum Naturetrail.

Empfehlenswert nach dieser Runde ist die Einkehr im Café Bagarstugan.  Dort lassen sich  auf der Terrasse wunderbar die letzten warmen Sonnenstrahlen des Tages bei einheimischen Bier und einem leckeren Sandwich genießen.

Für den kommenden Tag haben wir uns vorgenommen den nördlichen Teil von Marienhamn zu erkunden. Erster Halt: Museum Maritime. Ein perfekter Ort für schöne Fotomotive. Und das ohne Eintritt.

 

Nördlich vom Museum führt der Weg direkt an der Straße entlang, was mir ehrlich gesagt nicht sonderlich gefällt. Wir kehren daher um und essen einen Burger im Restaurant vom Adventure Golf am Yachthafen. Eine Partie Minigolf ist hier eigentlich ein Muss, jedoch waren bei unserer Ankunft eine Menge Schulklassen dort unterwegs. Das war uns einfach zu voll.

Ansonsten kann man sich die Zeit auf Åland auch wunderbar mit Rumsitzen am Meer verbringen. Einfach Abschalten und die Ruhe genießen – Entschleunigung pur!

 

Infos Åland Inseln

Hotel: Hotel Pommern

Schiffsroute: Åland Inseln (Marienhamn) – Helsinki

Schiff: Silja Serenade

Anleger: A C H T U N G, auf den Åland Inseln gibt es zwei Anleger!

Anreise 0:40 Uhr in Långnas: Hier unbedingt ein Taxi oder Shuttleservice beim Check-in  bestellen. Kosten EUR 16.- p.P.

Abreise 23:55 Uhr –  Marienhamn, Western Harbour: Gehzeit ca. 10 Minuten, alternativ ein Taxi nehmen

 

Helsinki

Unser letzter Stop auf der Minikreuzfahrt ist Helsinki, die Hauptstadt von Finnland. Wir kommen erneut früh an. Das Wetter ist super, so dass wir vom Anleger einfach am Hafen entlang bis zu unserem Hotel schlendern. Unterwegs schon entdecken wir den Markt und die Markthallen und beschließen dort nach dem Check-in eine Kleinigkeit zu Essen. Und ja: Die Markthallen und die kulinarischen Leckereien haben es uns auf dieser Reise irgendwie angetan 😀 Es ist einfach toll, denn in den Markthallen kaufen sowohl Einheimische als auch Touristen ein und es gibt eine Menge an leckeren, lokalen Köstlichkeiten.

 

Mir fällt auf, dass ich für Helsinki gar keinen Richtigen Plan gemacht habe. Lediglich ein paar interessante Orte  und empfohlene Restaurants habe ich mir in meiner App markiert. Gut, erst einmal wollen wir ja eh etwas in der Markthalle essen und danach laufen wir einfach mal drauf los.

 

Es geht von einem markierten Punkt zum Nächsten. Wo es uns gefällt, da verweilen wir. Wir sehen die Uspenski Kathedrale und den Dom von Helsinki an, schlendern die Einkaufsstraße entlang und bestaunen die Kamppi Kapelle, die komplett aus Holz gebaut ist. Sie wurde mitten in der Stadt gebaut und im Inneren herrscht absolute Stille. Ein tolles Erlebnis. Leider darf man im Inneren nicht fotografieren.

Wer gerne mal ein neues Bier sowie eine sehr freundliche und kompetente Beratung genießen möchte, der sollte das Ølhus København besuchen.  Es liegt auf der Verlängerung der Aleksanterinkatu, der Shoppingmeile Helsinkis.

 

Zum Lunch könnt ihr die Angebote der Pizzaria Trubunali nutzen. Es gibt dort besondere  Mittagsangebote und mega leckere Pizzen.  Wer es gerne stylisch und gesund mag, der ist im Restaurant Holiday richtig.  Allerdings kostet hier eine Portion Angel Hair (Nudeln) auch mal gut und gerne EUR 20.-

Wer stark auf sein Reisebudget achtet, der sollte generell eher die oft günstigeren Mittagsangebote nutzen oder auf dem Markt bzw. in den Markthallen essen.

Am Abend haben wir es uns in einer Cocktailbar gut gehen lassen. Hierzu muss ich eine kleine Geschichte (zumindest in Kurzform) zum Besten geben: Auf den Åland Inseln haben wir am letzten Abend an der Lobby Bar gesessen und auf die Abfahrt des Schiffes gewartet. Wie das manchmal so ist, kam der Freund mit der Barkeeperin ins Gespräch, hat von unserer Reise erzählt und dass der nächste Stop Helsinki sei.

” If you like good Drinks, you´ll have to go to Liberty or Death in Helsinki. Best drinks in town!”

 

Gesagt getan. Am Abend machen wir uns auf den Weg und sind gespannt was uns erwartet.

Bei besagter Adresse angekommen, weist zunächst nichts auf eine angesagte Bar hin. Lediglich ein kleiner Schriftzug an der unteren Ecke des Fensters zeigt uns, dass wir hier richtig sind. Der Laden ist klein und es gibt nur eine handvoll Tische. Wir werden gefragt, ob das unser erster Besuch im Liberty or Death ist. Wir bejahen und der Kellner klärt uns auf, welche Drinks auf der Karte zu finden sind. Er erklärt, dass aber auch gerne jeder anderen Drink, je nach persönlicher Vorliebe, gemixt werden kann.

Was soll ich sagen: Die Drinks sind mega lecker!  Mit EUR 15.- je Drink muss man allerdings rechnen. Am besten auch nicht all zu spät kommen, denn dann wird es richtig voll und es wird schwer einen Platz zu ergattern.

An unserem letzten Tag vertreiben wir uns die Zeit bis zum Ablegen des Schiffes mit dem Architecture Walk, den ich im Reiseführer gefunden hatte. Es geht von den Markthallen an vielen architektonisch sehenswerten Gebäuden vorbei bis in den nördlichen Teil von Helsinki.

 

Café Regatta

 

Kurz vor unserem Ziel, dem Sibelius Monument, machen wir im Regatta Café einen Kaffee und Kuchen Stop. Das schnuckelige Café erinnert im Inneren an einen alten Trödelladen. Der angebotene Kuchen ist hausgemacht und draußen kann über dem Feuer Stockbrot gebacken werden. Klein, urig, individuell! Gefällt mir!

 

Das Sibeliusmonument an sich ist ganz schön zum Fotografieren. Allerdings sind gleichzeitig mit uns zwei Busse Asiaten angekommen, da war es mit der Ruhe schnell vorbei :-/

 

Infos Helsinki

Hotel: Scandic Grande Marina

Schiffsroute: Helsinki – Stockholm

Schiff: Silja Symphony

Anleger: Olympia Terminal, Olympiaranta 1, Helsinki.

Anfahrt: Entweder nimmt man die Straßenbahn (Linie 3 und 2) oder ihr geht wie wir zu Fuß. Gehzeit ca. 15-20 Minuten.

 

Die neun Tage vergingen wahnsinnig schnell und waren sehr intensiv. Dadurch, dass wir über Nacht zum nächsten Ziel gereist sind, konnten wir die gewonnene Zeit in der jeweiligen Stadt perfekt zum Entdecken nutzen. Auf dieser Reise ist mir aufgefallen, dass ich gar nicht hinterher kam die gesammelten Eindrücke zu verarbeiten. Erst daheim wurde mir richtig bewußt, wie viele tolle Dinge wir auf der Minikreuzfahrt mit Tallink Silja Line gesehen und erlebt haben. Beim nächsten Mal würde ich daher in den Städten etwas mehr Aufenthalt einplanen oder einfach weniger Städte bereisen.

Das Reisen an sich mit Tallink Silja Line war sehr entspannt. Während wir uns ausruhten oder amüsierten, brachte uns das jeweilige Schiff sicher an unser nächstes Ziel. Welche Erfahrungen habt Ihr mit dieser Art des Reisens? Ich freu mich auf Eure Erfahrungen in den Kommentaren!

 

 

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Vielen herzlichen Dank an Tallink Silja Line , Visit Turku , Visit Åland sowie den Hotels Radisson Blue Marina und Hotel Pommern  für die Unterstützung bei dieser Reise.  Ein Honorar habe ich nicht erhalten und die dargestellte Meinung ist natürlich meine eigene. 

 

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