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Bielefeld – Gin Tasting im Légère Hotel

Gon Tonic

 

W E R B U N G – bezahlte Recherchereise

Da ich vor Kurzem erst auf den Geschmack von Gin gekommen bin, freu ich mich auf das Gin Tasting in der Faces Lounge & Bar heute Abend. Eine Vorstellung wie so etwas abläuft habe ich allerdings nicht.

Die Bar befindet sich  im Légère Hotel in Bielefeld.  Auf den Tischen stehen bereits unsere Menükarten und wir werden herzlich empfangen. Ich lese was uns heute Abend noch kredenzt werden wird und denke: Wow! Das hört sich sehr gut an! 

Was ist Gin denn überhaupt?

Laut EU-Norm ist Gin eine Spitituose, mit Wachholdergeschmack, die mindestens 37,5 % Alkoholgehalt beinhalten muss. Der Wachholdergeschmack muss das Hauptaroma sein und es dürfen nur natürliche (oder naturidentische) Stoffe zur Herstellung verwendet werden.

Bereits im Mittelalter verwendete man Wacholder um sich gegen die Pest zu schützen. Die Menschen zündeten ihn an und vertrieben mit dem Rauch die bösen Geister. Später wurde er dann auch als Medizin verwendet. In Verbindung mit Alkohol galt Wachholder als gute Arznei gegen Magen-Darm-Beschwerden. Mit der Anwendung als Arznei wurde im Laufe der Zeit dann auch seine Rauschwirkung bekannt.

Als Vater des Gins ist der holländische Genever bekannt. Im 30-Jährigen Krieg tranken sich englische Soldaten, die die niederländische Armee unterstüzuten vor der Schlacht mit Genever Mut an. Zurück in der Heimat, begannen Sie in England ihren eigenen Generver zu produzieren und nannten ihn: Ginever. So war der heutige Gin geboren.

Gin des Monats

Es gibt in der Faces Bar immer einen Gin des Monats

Gin ist nicht gleich Gin

Der Mann des Abends und absoluter Gin Profi im Légère Hotel ist Matthias Walter. Er erklärt uns, dass es viele verschiedene Sorten von Gin gibt:

  • London Gin: Alkohol ist aus landwirtschaflicher Herstellung, alle aromagebenden Stoffe müssen im Destilliervorgang verarbeitet werden, das Destillat darf nicht mehr als 0,1 g/l Zucker enthalten, keine zugesetze Farbstoffe, Mindestalkoholgehalt von 37,5 %Vol
  • London Dry Gin: ein London Gin, dem keine süßende Erzeugnisse beigesetzt werden
  • Dry Gin: dem Destillat können während des gesamten Destilliervorgangs neue Botanicals (Zutaten landwirtschaftlichem Ursprungs) wie Gurke, Apfel, Tannennadeln, zugefügt werden
  • Old Tom Gin: Der Gin wird nachträglich gesüßt. Den Ursprung hat der Gin aus den Zeiten der Prohition in den USA, als Alkohol verboten war. Auf dem Etikett des Gins ist eine Katze abgebildet. Diese galt damals als geheimes Zeichen für Bezugsstellen von Alkohol.
  • Compound Gin / Bathtub Gin: bei diesem Gin gibt es keine Regeln. Dem fertigen Neutral-Destillat wird mit individuellen Botanicals aromatisiert.
  • Sloe Gin: eigentlich kein Gin, sondern einen Schlehenlikör auf Gin-Basis. Dem destillierten Gin wird mit Schlehe versetzt und gesüßt. Alkoholgehalt ca. 25 %Vol

Wir bekommen unseren Gin an diesem Abend meist mit Tonicwater serviert und erfahren, dass es auch dort große Unterschiede im Geschmack gibt.

Tonic Water

Auch das Tonic Water hat seinen Ursprung in der Medizin. Die Chinesen entdeckten seinerzeit, dass Chinin, der Wirkstoff aus der Rinde des Fieberbaums (Chinarindenbaum) fiebersenkend wirkt. Daher also auch der Name Chinin.

Aufgrund seiner Wirkung wurde Chinin oft bei Soldaten eingesetzt. Das medizinische Pulver war  alleine jedoch sehr bitter, so dass die Soldaten es in Wasser gelöst haben und mit Zucker versetzt haben. Diese “Limonade” hat den Soldaten neue Kraft gegeben, so dass sie dem Getränk den Namen Tonic , englisch für stärkend/kräftigend gegeben habe. Um es noch bekömmlicher zu machen, begannen die Soldaten das Tonic mit Gin zu mischen: Der Gin Tonic war geboren.

Nachdem wir jetzt bereits viel über den Ursprung von Gin und Tonic erfahren haben, starten wir unsere kulinarische Genussreise. Ich lasse an dieser Stelle Bilder sprechen, denn es war wirklich alles absolut schmackhaft und stimmig.

Amuse

French 75 – Gin / Cointreau / Zitronre / Champagner

Cornetto / Rindertatar / Sauerrahm / Relish

 

Vorspeise

Brockman´s Gin / 1724 Tonic

Rote Beete/ Heidelbeere / Blumenkohl / Kresse / Bouquet

 

Hauptgang

Tanqueray Rangpur / Fentimens Tonic

Flanksteak / Garnele / Zitrone / Risotto / Sakura

 

Dessert

Gin T / Thomas Henry Tonic

Matche Panna Cotta / Mango / Knuspermüsli

 

Nach dem Essen durften wir einer exklusiven Hotelführung beiwohnen. An so einem Abend wie heute, sollte man das Auto natürlich stehen lassen. Warum also nicht das Gin-Tasting mit einem Hotelaufenthalt im Légère Hotel Bielefeld verbinden. Ein Doppelzimmer ist bereits ab EUR 99.- verfügbar. Wer etwas günstiger übernachten möchte, kann alternativ im benachbarten Charly´s House ein Doppelzimmer ab EUR 69.- buchen.

Mich hat der Abend absolut begeistert und überrascht. Begeistert, weil einfach alles perfekt aufeinander abgestimmt war und vorzüglich geschmeckt hat. Überrascht, weil ich nie gedacht hätte, wie vielseitig Gin und auch Tonic eingesetzt werden können. Da macht schon ein durch nur eine Beere “infused” (beeinflusstes/aufgegossenes) Tonic den einen aber feinen Unterschied.

Ich habe an dem Abend eine Menge über Gin, Kräuter und die verschiedenen Tonics gelernt. Und ich muss sagen: Das klingt doch alles sehr gesund, oder? 😉 In diesem Sinne – Cheers!

 

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Meine Mitbewohner Kerstin (Sonnenfernweh) und Georg (Der Schlenderer) haben ebenfalls über das Gintasting berichtet

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Vielen Dank an das Team vom  Légère Hotel Bielefeld und den Teutoburger Wald Tourismus,  die mir diesen Aufenthalt  im Rahmen der #TeutoBloggerWG ermöglicht haben.  Meine dargestellte Meinung wird davon wie immer nicht beeinflusst.

 

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2 Kommentare

  1. Das klingt ja mal lecker und außergewöhnlich. Meine ersten Ginerfahrungen waren nicht so gut. Habe mich immer gefragt, wer so was trinken mag und den Hype nicht verstanden.
    Letztes WE hab ich dann allerdings doch einen sehr leckeren Gin mit einem noch leckeren Tonic probieren dürfen – das macht, wie Dein Artikel, Lust auf mehr 😉

    • Lieben Dank Tanja!

      Es war verdammt lecker 🙂
      Unter den Gästen an diesem Abend waren auch Einige, die bisher keinen Gin mochten. Nach unserem Tasting waren diese Personen dann doch auf den Geschmack gekommen. Ich glaube einfach, die Vielfalt dieses Getränks wird oft unterschätzt.

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