Franken
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Auf dem E-Bike durch den Naturpark Haßberge – VGN Bahnsommer

W E R B U N G – bezahlte Kooperation

 

Die letze VGN-Bahnsommertour 2020 verspricht nochmal ein ganz besonderes Abenteuer zu werden.

Historische Burgen und Fachwerkhäuser, erste und letzte Male sowie fordernde Steigungen mit anschließenden, rasanten Abfahrten.  Alles eingebettet in die wunderschöne Landschaft des Naturparks Haßberge.

Anreise

Von Bamberg geht es in knapp 30 Minuten mit dem RB26 nach Ebern. Von hier aus werden wir heute unsere Tour durch die Haßberge starten.

Gerade bei gutem Wetter ist der Zug gut ausgelastet. Die nette Zugbegleiterin achtet daher sehr darauf, dass alle Radtaschen abgenommen werden und die Räder platzsparend und gesichert im Waggon untergebracht werden. Um unnötiges Rangieren beim Aus- und Einsteigen zu vermeiden, fragt doch einfach die anderen Biker, wo sie aussteigen und stellt Eurer Rad in dementsprechender Reihenfolge im Waggon ab. Getreu dem Motto: Kleines Mittel, große Wirkung 🙂

Auf dem Weg von Erlangen nach Bamberg

Der Naturpark Haßberge

Nicht selten wird der Naturpark Haßberge auch als fränkische Toskana bezeichnet. Die hügelige Mittelgebirgslandschaft grenzt im Nordosten an Thüringen und südlich an den Steigerwald. Der 860 Quadratkilometer große Naturpark bietet Abwechslung pur und Höhen bis zu 510 Metern. Neben dem vielen Grün sind die zahlreichen Burgen und Schlösser der Region besonders auffallend.

Wer gerne aktiv unterwegs ist, findet in den Haßbergen eine vielfältige Auswahl an Wanderrouten, Radtouren oder Ausflugsmöglichkeiten zu historischen Schlössern und Burgen.

E-Bike Tour von Ebern nach Haßfurt

Für mich ist es die erste Tour mit einem E-Bike und ich bin voller Vorfreude auf den Tag. Bevor es los geht besprechen wir am Bahnhof in Ebern kurz den Tourenverlauf. Gerade im ersten Drittel der Tour erwarten uns einige Steigungen und ich bin gespannt, wie ich diese mit dem E-Bike meistern werde.

Los geht´s!

Unser erster Stop liegt bereits am Ortsrand von Ebern. Schloss Erychshof war ursprünglich ein Renaissanceschloss der Familie Rotenhan. Im Laufe der Jahre wurde es mehrfach umgebaut und ist heute u. a. eine beliebte Eventlocation.

 

Wir radeln weiter. Der erste Teil der Strecke verläuft über geteerte Radwege im flachen Gelände. Immer im Blick sind die Haßberge, wo die ersten Anstiege bereits auf uns warten.

Als es bergan geht, schalte ich in den Eco Modus meines Bikes und bin überrascht über das Zusammenspiel meiner Muskelkraft und der Unterstützung, die mir das E-Bike liefert. Da kann sogar mir das Bergauffahren Spaß machen! Auch unsere Mitradler ohne elektrische Unterstützung schaffen die Steigung und ernten respektvolle Blicke bei Ihrer Ankunft auf dem Bergrücken.

An der Burgruine Lichtenstein angekommen führt uns Naturpark Rangerin Katja über das Gelände der Ganerbenburg. Es gibt viele Infos zum Naturpark sowie historische Facts zur Burgruine.

Tipp: Wer ohne Guide an der Ruine unterwegs ist, den informieren zahlreiche Schautafeln über das damalige Leben auf der Burg.

Während der Wind auffrischt dürfen wir von der Ruine Lichtenstein erstmals den herrlichen Weitblick auf die hügelige Landschaft der Haßberge genießen. Wow!

 

Wir schwingen uns wieder in den Sattel und düsen auf naturnahen Wegen durch bereits herbstlich gefärbte Wälder. Der längste Anstieg ist geschafft, so dass ich das angenehme Auf und Ab bis zum nächsten Stop sehr genieße.

Auf der Burgruine Altenstein werden wir herzlich mit Gebäck, Äpfeln aus dem eigenen Garten sowie erfrischenden Getränken begrüßt.

Während der Führung durch die Burgruine erfahren wir, dass auch die Altensteiner Burg eine Ganerbenburg ist und welche Besonderheiten dieser Begriff mit sich bringt. Ganerbenschaft ist ein Rechtsbegriff aus dem Mittelalter, der eine adelige Erbensgemeinschaft beschreibt. Ferner beschreibt er die geteilten Besitzverhältnisse innerhalb einer Burg. In Altenstein wohnten Ende des 13. Jahrhunderts bis zu acht Familien, deren (nicht immer einfaches) Zusammenleben durch einen s.g. Burgfriedensvertrag geregelt wurde.

 

Die Burgruine Altenstein liegt auf 452 m und ist somit nicht nur bei historisch Interessierten Besuchern ein beliebtes Ausflugsziel. Die Aussicht von hier oben reicht bei guten Wetterbedingungen bis nach Bamberg und gerade zu Sonnenuntergang bietet die Ruine eine ganz besondere Atmosphäre.

Seit 2011 ist an die Ruine Altenstein ein Burgeninformationszentrum angeschlossen, welches über das Leben und Arbeiten im Mittelalter auf den Burgen der Region informiert. Die Führung und auch der Besuch des Burgeninformationszentrums haben mir sehr gut gefallen, da vieles sehr anschaulich erklärt und dargestellt wurde. Daher absolute Besuchsempfehlung von mir!

Nach diesen interessanten historischen Einblicken machen wir uns auf die nächste Teiletappe. Knapp 12 km gilt es nochmal in die Pedale zu treten. Auch wenn der erste Hunger durch den kulinarischen Empfang an der Burgruine gestillt wurde, die Vorfreude auf unser typisch fränkisches Mittagessen in Burgpreppach ist trotzdem groß.

Bei Schäufela, Kloß sowie einem kalten Hellen sitzen wir in geselliger Runde beisammen und genießen die gemütliche Atmosphäre im Gastraum.

Gut gestärkt bezwingen wir nach dem Mittagessen die letzte erwähnenswerte Steigung unserer Tour. Der weitere Weg bis nach Haßfurth verläuft nun angenehm flach.

 

Als wir durch die wunderschöne Altstadt von Hofheim fahren bewundere ich erneut die schönen, blumengeschmückten Fachwerkhäuser. Das ist unter anderem etwas, was mir hier in Franken ganz besonders gefällt.

 

Unser letzter Halt in Königsberg verspricht nochmal ein ganz besonderes Highlight in dieser Hinsicht zu werden. Schmale Straßen, Kopfsteinpflaster und eine Vielzahl an Fachwerkhäuschen. Die gesamte Altstadt von Königberg steht unter Denkmalschutz. Kein Wunder, streift man so durch die Gassen, könnte man meinen, man befände sich in einer anderen Zeit.

 

Bei einem kurzen Stop im Café ZwergRiese stärken wir uns mit Kuchen und Fruchtsecco für die letzten Kilometer unserer heutigen Tour. Dieses letzte Stück wird noch einmal ganz besonders schön. Als wir aufbrechen, bewegt sich die Sonne bereits Richtung Horizont und alles wird in ein wundervolles, warmes Licht getaucht. Wahnsinnig schön und ein würdevoller Abschluss für meine letzte Tour im VGN-Bahnsommer.

Wie war es mit einem E-Bike zu fahren?

Dank Velorado in Nürnberg hatte ich für die Tour in den Haßbergen die Möglichkeit einmal ein E-Bike zu testen.

Vorweg möchte ich sagen, dass ich mein „normales“ Fahrrad sehr mag und ich E-Bike Fahrer bisher eher belächelt habe. An Steigungen hatte ich noch nie Freude, so dass ich mir für meine Ausflüge eher flache Strecken gesucht habe. Zudem begleitete mich das Vorurteil, dass ein E-Bike viel schwerer und demnach auch weniger wendig sein würde.

Jaja, ihr ahnt es sicherlich schon, oder? 🙂

Ein E-Bike lässt sich wunderbar fahren. Auch Kurven oder evtl. notwendige Ausweichmanöver können mit Leichtigkeit gefahren werden. Da gab es für mich absolut keinen Unterschied zum normalen Rad.

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