Wandern
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Das Walberla – Wandern am Berg der Franken

Gipfelkreuz Walberla

Walberla – so nennen die Franken liebevoll Ihren Tafelberg, dessen korrekter Name eigentlich Ehrenbürg ist.

1987 wurde das Gebiet rund um die Ehrenbürg unter Naturschutz gestellt, um Pflanzen, Tierwelt und die Felslandschaften zu schützen. Das Hochplateau besteht aus zwei Gipfeln und der bekannten Walpurgis Kapelle. Der nördliche Gipfel ist der 512 m hohe Walberla und im Süden liegt mit 532 m Höhe der Rodenstein, dessen Gipfelkreuz nicht zu übersehen ist.

Kreuz am Nordhang

Ausblick auf das Kreuz am Nordhang

 

Das Walberla gilt als das Tor zur Fränkischen Schweiz. Hier sind eine Vielzahl an Wanderwegen zu finden, die ganzjährig zu begehen sind. Zu jeder Jahreszeit finden Wanderbegeisterte und Naturliebhaber hier Entspannung und Ruhe vom Alltag. Lediglich am ersten Maiwochenende eines jeden Jahres sollten Ruhesuchende das Walberla meiden. Denn dann findet traditionell das Walberlafest statt. Zu diesem Bergfest kommen jährlich zigtausende Besucher, so dass Ruhesuchende eher fehl am Platz sind. Wer es jedoch zünftig und urig mag, der sollte das Walberlafest in jedem Fall einmal besuchen.

 

Frühling am Walberla

Im Frühjahr war ich das erste Mal am Walberla wandern und vom ersten Moment an hin und weg. Rechts und links der Wege ist die Landschaft von Kirschbäumen geprägt. Die leckeren Früchte kann man übrigens überall in der Region frisch kaufen. Wer es lieber flüssiger und hochprozentiger mag,  der wird mit Sicherheit in den ortsansässigen Brennereien genussvolle Momente erleben.

Meine Wanderung starte ich in Kirchehrenbach und folge zunächst dem asphaltierten Weg hinauf bis zum Kreuz am Nordhang. Auf den zwei Bänken am Kreuz lohnt eine kleine Rast, um die Aussicht auf die Umgebung zu genießen. Am Kreuz angekommen ist kein anderer Wanderer weit und breit zu sehen, daher nutze ich die Gunst der Stunde für eine kleine Selbstauslöser Session 😀

Selbstauslöserbild am Kreut

Selbstauslöserbild am Kreuz

 

Beim weiteren Aufstieg fallen mir die typischen zerklüfteten Felsformationen ins Auge. Von zwei der Felsformationen am Walberla habe ich bereits vor meiner Wanderung gehört.

Der s.g. „Finger“ oder richtiger Weise die „Wiesenthauer Nadel“. ist ein Stein, der sich  vollständig vom restlichen Felsen abgetrennten hat und sich leicht ins Tal neigt.

Eine andere markante Felsformation ist die „Steinerne Frau“ am Westhang des Walberlas. Durch die Verwitterung bildeten sich im dortigen Gestein senkrechte Klüfte. Mit der Zeit wurden diese immer tiefer, so dass, ähnlich wie beim „Finger“, einzelne Felstürme entstanden sind.

Ich habe es fast geschafft. Ein wenig aus der Puste vom Aufstieg, erreiche ich kurze Zeit später das Plateau der Ehrenbürg. Die flache Ebene  ist mit Gras bewachsen und nur vereinzelt sind Sträucher oder Bäume zu sehen. Direkt ins Auge fällt mir die bekannte Walburgis Kapelle. Sofort zücke ich die Kamera, um die kleine Kapelle zu fotografieren. Da es mitten in der Woche ist, sind  keine anderen Wanderer unterwegs und ich kann den Moment voll und ganz genießen.

 

Vom Walberla hat man eine tolle Aussicht 360 Grad Aussicht auf die Fränkische Schweiz. An den Rändern des Plateaus ist allerdings Vorsicht geboten, denn teilweise geht es dort ziemlich steil bergab.

Auf dem gesamten Plateau gibt es wunderschöne Fotomotive, so dass ich mich nach einer Stunde selbst zwingen muss weiter zu gehen. Immerhin liegen noch 10 km Wanderroute vor mir.

Durch den Wald geht es also weiter Richtung Leutenbach. Nachdem ich den idyllischen Ort durchquert habe, geht es über naturnahe Wege zurück in den Wald und es folgt ein weiterer Anstieg. So langsam merke ich jetzt meine Oberschenkel und bleibe immer mal wieder kurz stehen, um zu Verschnaufen.

 

Dann ist der Anstieg geschafft. Die Strecke führt nun aus dem Wald hinaus und über einen Schotterweg geht es nun herrlich flach, umgeben von vielen grünen Wiesen, immer geradeaus. Über den Reisberg steige ich letztendlich wieder nach Kirchehrenbach hinab.

Was eine herrliche Frühjahrstour!

Die Route habe ich über Komoot getrackt. Wer Lust auf diese Runde hat, der findet die Tour  unter  Tor zur Fränkischen Schweiz: Rundwanderung Walberla (Ehrenbürg) – Kirchehrenbach

 

Winterwanderung rund um die Ehrenbürg

Die Sonne scheint und der Himmel ist blau. Es ist ein Wintertag wie aus dem Bilderbuch! Endlich! An solchen sonnigen Wintertagen gehe ich am liebsten offene Wege und versuche Wanderungen durch Wälder zu vermeiden. Wenn sich die Sonne zu dieser Jahreszeit schon einmal zeigt, dann will ich sie auch im vollen Zügen genießen!

Aus diesem Grund haben wir uns in unserem Weihnachtsurlaub erneut für eine Wanderung am Walberla entschieden. Das Beste daran: Überall am Walberla liegt noch Schnee.

 

Startpunkt ist diesmal Dietzhof. Wir stellen das Auto unweit der Straße ab und machen uns auf den Weg zum Rodenstein. Wie schon bei meiner letzten Wanderung geht es ersteinmal bergauf. Schon nach kurzer Zeit merke ich, dass ich viel zu warm angezogen bin. Der Anstieg kommt mir viel anstrengender vor als bei meinem letzten Besuch. Aber egal, die Kalorien vom leckeren Weihnachtsessen wollen schließlich verbrannt werden und ein wenig Anstrengung tut auch mal wieder gut  🙂

Am Gipfelkreuz des Rodensteins angekommen haben wir eine fantastische Aussicht. Nachdem ich einige Bilder gemacht habe, halte ich inne und schaue in die Ferne. Der Wind kühlt angenehm mein von der Anstrengung aufgeheiztes Gesicht und ich genieße einen meiner ersten Wander-Glücksmomente in diesem Jahr.

Das Gipfelkreuz auf dem Rodenstein ist erreicht!

Geschafft! Das Gipfelkreuz auf dem Rodenstein ist erreicht!

 

Der Weg führt nun vom Gipfelkreuz zunächst ein Stück bergab in eine Senke, nur um uns dann kurze Zeit später erneut bergauf zu führen. Der Anstieg zur Walpurgis Kapelle ist ziemlich vereist, so dass wir echt aufpassen müssen nicht auszurutschen. Gutes Schuhwerk ist also auch im Winter unerlässlich!

Auf dem Plateau angekommen, genießen wir die tolle Fernsicht. Die gesamte Ebene ist mit Schnee bedeckt und überall am Wegesrand glitzert es wunderschön. Dazu der blaue, wolkenlose Himmel und die absolut fantastische Sicht heute. Hach! Traumhaft schön!

 

Über den Nordhang und über einen Weg unterhalb des Plateaus gehen wir dann wieder zurück nach Dietzhof. Was für ein perfekter Wintertag!

Auch bei meinem zweiten Besuch am Walberla wurde ich nicht enttäuscht. Das Gebiet ist wirklich zu jeder Jahreszeit zum Wandern empfehlenswert. Ich bin dort wirklich gerne unterwegs und freue mich schon jetzt auf unseren nächsten Wanderausflug dorthin!

Unsere Winterwanderung ist natürlich ebenfalls bei Komoot unter Rund ums Walberla ab Dietzhof  zu finden.

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2 Kommentare

  1. Karolina Klemm sagt

    Toller Beitrag – beim Lesen bekommt man sofort Lust direkt zum Walberla zu fahren!

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